Laut einem Bericht von The Information entwickelt Alphabet einen neuen Serverchip namens „Frozen v2“, um die Effizienz seiner hauseigenen Gemini-Modelle zu verbessern. Der Chip wird voraussichtlich im Jahr 2028 auf den Markt kommen und könnte im Vergleich zu den aktuellen KI-Chips von Google sechs- bis zehnfache Effizienzsteigerungen bieten, basierend auf der Anzahl der pro Energieeinheit erzeugten Token.

Google bestätigte den Bericht nicht, erklärte jedoch in einer Antwort auf TechCrunch: „Unsere Teams forschen und experimentieren ständig mit neuen Innovationen, um unseren Nutzern und Kunden maximale Leistung und Effizienz zu bieten.“ Das Unternehmen fügte hinzu, dass zwar nicht alle Projekte in Produktion gehen, der Explorationsprozess jedoch ein wesentlicher Bestandteil seines Full-Stack-Ansatzes ist, der sich auf die Optimierung der Hardware- und Softwareintegration konzentriert.

Die Nachfrage nach proprietären KI-Chips steigt, da Unternehmen versuchen, die Leistung ihrer Modelle zu verbessern und gleichzeitig den weltweiten Mangel an KI-Rechnern zu beheben. Dieser Trend findet vor dem Hintergrund einer Marktverschiebung statt, die darauf abzielt, die Abhängigkeit von Nvidia, einem dominanten Chiphersteller im KI-Sektor, zu verringern. Im Juni kündigte OpenAI seinen eigenen benutzerdefinierten Chip namens Jalapeño an. Anfang dieses Monats tauchten Berichte auf, dass Anthropic eine Partnerschaft zur Chipherstellung mit Samsung prüft.

Die Besorgnis der Anleger hinsichtlich der erheblichen geplanten Ausgaben von Alphabet, die auf 180 bis 190 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, hat sich auch auf die Wahrnehmung seiner KI-Strategie ausgewirkt. Nach dem Bericht über den Frozen v2-Chip stieg die Google-Aktie am Montagmorgen um etwa 3 %, was auf eine positive Reaktion des Marktes im Vorfeld des Gewinnberichts später in dieser Woche hindeutet.


Quelle des hervorgehobenen Bildes