Das Juni-Update für Windows 11 gilt als eines der umfangreichsten der letzten Zeit und führt einen Modus mit geringer Latenz ein, der die Systemnavigation verbessern und gleichzeitig Hunderte von Schwachstellen beheben soll. Das Update mit der Bezeichnung KB5094126 (OS Builds 26200.8655 und 26100.8655) ist Teil des kontinuierlichen Engagements von Microsoft zur Verbesserung seines Flaggschiff-Betriebssystems.

Das Profil mit geringer Latenz ist darauf ausgelegt, langsame Ladezeiten für wichtige Systemkomponenten zu reduzieren, einschließlich des Startmenüs, des Action Centers und der Suchfunktion. Bei Benutzerinteraktion erhöht sich die CPU vorübergehend auf ihre maximale Taktrate und sorgt so für eine sofortige Leistungssteigerung beim App-Start. Benutzer können überprüfen, ob die Funktion aktiviert ist, indem sie die CPU-Geschwindigkeit im Task-Manager überwachen oder HWiNFO64 verwenden.

Dieses Update ermöglicht auch bemerkenswerte Verbesserungen, einschließlich verbesserter App-Startgeschwindigkeiten, über die viele Benutzer berichtet haben. Microsoft plant, in kommenden öffentlichen Builds weitere Verbesserungen einzuführen, die es Benutzern ermöglichen, Abschnitte des Startmenüs erheblich anzupassen.

Zu den zusätzlichen Updates gehören schnellere Downloadgeschwindigkeiten aus dem Windows Store für App-Updates und Systemkomponenten. Die Windows-Suche wurde außerdem so optimiert, dass bereits nach zwei Zeichen Ergebnisse zurückgegeben werden, was die Benutzerfreundlichkeit für Vielbenutzer verbessert.

Das Juni-Update führt mehrere neue Funktionen ein, darunter Multi-App-Kameraunterstützung und Shared Audio für Bluetooth-Geräte. Benutzer können ihren Benutzerordner nun auch beim Einrichten einer neuen Windows-Installation benennen. Darüber hinaus wurden dem Task-Manager für PCs, die mit dedizierten KI-Chips ausgestattet sind, neue NPU-Überwachungstools hinzugefügt.

Sicherheit bleibt ein entscheidender Schwerpunkt, da dieses Update 206 Schwachstellen behebt, darunter erhebliche Bedrohungen wie Remote-Codeausführung und Rechteausweitung. Ein besonders erwähnenswerter Fix behebt eine Schwachstelle bezüglich Remotecodeausführung auf Kernelebene (CVE-2026-45657) mit einem Bedrohungswert von 9,8. Microsoft gab an, dass Fortschritte in der KI die Entdeckung von Schwachstellen erleichtern und fortlaufende Sicherheitsupdates erforderlich machen, um die Systemintegrität aufrechtzuerhalten.


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