Moxie Marlinspike, Mitbegründer von Signal, startete Confer im Dezember und bietet einen datenschutzbewussten KI-Dienst an, der die Datenerfassung und Anzeigenausrichtung verhindert. Confer ähnelt in Aussehen und Funktion ChatGPT oder Claude. Sein Backend-Design vermeidet die Datenerfassung und nutzt Open-Source-Methoden. Gespräche innerhalb von Confer können nicht für Modelschulungen oder Anzeigenausrichtung verwendet werden, da der Host nicht auf sie zugreift. Marlinspike gibt an, dass diese Schutzmaßnahmen den intimen Charakter von KI-Diensten berücksichtigen. Er stellt fest: „Chat-Schnittstellen wie ChatGPT wissen mehr über Menschen als jede andere Technologie zuvor. Wenn man das mit Werbung kombiniert, ist es, als würde jemand seinen Therapeuten bezahlen, um Sie davon zu überzeugen, etwas zu kaufen.“ Der Datenschutz in Confer basiert auf mehreren integrierten Systemen. Nachrichten werden mit dem WebAuthn-Passschlüsselsystem verschlüsselt. Dieser Standard funktioniert optimal auf mobilen Geräten oder Macs, auf denen Sequoia läuft, obwohl er auch unter Windows oder Linux mit einem Passwort-Manager funktionieren kann. Auf der Serverseite erfolgt die gesamte Inferenzverarbeitung in einer Trusted Execution Environment (TEE). Remote-Bescheinigungssysteme überprüfen die Integrität des TEE. In dieser Umgebung verarbeiten Open-Weight-Foundation-Modelle Benutzeranfragen. Dieses Setup ist komplexer als Standard-Inferenzkonfigurationen, erfüllt jedoch das Versprechen von Confer, die Privatsphäre der Benutzer zu schützen. Benutzer können vertrauliche Gespräche mit dem Modell führen, ohne dass Informationen verloren gehen, sofern diese Schutzmaßnahmen aktiv bleiben. Das kostenlose Kontingent von Confer bietet täglich 20 Nachrichten und fünf aktive Chats. Ein Premium-Abonnement zum Preis von 35 US-Dollar pro Monat bietet unbegrenzten Zugriff, erweiterte Modelle und Personalisierungsfunktionen. Dieser Preis übersteigt den Plus-Plan von ChatGPT.