Microsoft hat ehrgeizige Pläne vorgestellt, den Standort der verlassenen LCD-Fabrik von Foxconn in Wisconsin in das, wie es sagt, „weltweit leistungsfähigste“ KI-Rechenzentrum namens Fairwater umzuwandeln. Das 3,3-Milliarden-Dollar-Projekt, das am 18. September 2025 angekündigt wurde, markiert eine dramatische Wiederbelebung einer Entwicklung, die 2017 mit großen Hoffnungen begann, aber Ende 2018 scheiterte und sich die Bezeichnung „Boondoggle“ einbrachte, nachdem Foxconn seinen versprochenen Produktionsstandort nicht verwirklichen konnte.

Die Fairwater-Anlage wird sich über eine Fläche von 1,2 Millionen Quadratmetern in drei Gebäuden auf einem 315 Hektar großen Grundstück erstrecken. Es wird „Hunderttausende“ Nvidia GB200-GPUs beherbergen, die durch Glasfaserkabel miteinander verbunden sind, die ausreichen, um die Erde 4,5-mal zu umrunden, wie Microsoft-CEO Satya Nadella erklärte. Das Unternehmen behauptet, dass dieser GPU-Cluster zehnmal leistungsstärker sein wird als der schnellste Supercomputer und die KI-Trainingsprozesse deutlich beschleunigen wird. Microsoft gab außerdem bekannt, dass derzeit in anderen Teilen der Vereinigten Staaten weitere Fairwater-Rechenzentren im Bau sind, was seine wachsenden Ambitionen für die KI-Infrastruktur unterstreicht.

Die ökologische Nachhaltigkeit ist ein zentraler Schwerpunkt des Projekts, insbesondere angesichts der Besorgnis über den hohen Energiebedarf der KI. Das Rechenzentrum verfügt über ein innovatives Kühlsystem mit geschlossenem Kreislauf, das nur einmal gefüllt werden muss, bevor es versiegelt wird, wodurch Verdunstung verhindert und Wasserverschwendung minimiert wird. Der stellvertretende Vorsitzende und Präsident von Microsoft, Brad Smith, betonte diese umweltfreundlichen Maßnahmen bei der Ankündigung und versprach, dass die Anlage „den Michigansee nicht trocken legen wird“. Dieses Engagement befasst sich mit potenziellen regionalen Wasserressourcenbelastungen durch groß angelegte Datenoperationen.