Nintendo hat Firmware-Updates für die gesamte Nintendo Switch-Reihe veröffentlicht, einschließlich der ursprünglichen Switch, Switch Lite, Switch OLED und der neueren Switch2, die eine klarere Unterscheidung zwischen digitalen und physischen Spielen sowie eine Reihe von systemübergreifenden Verbesserungen in den Bereichen Benutzeroberfläche, Zugänglichkeit und Stabilität einführen.
Die sichtbarste Änderung auf beiden Plattformen ist das Hinzufügen kleiner Symbole über den Softwaresymbolen im Home-Menü. Diese Indikatoren zeigen an, ob ein Titel digital installiert oder über eine physische Kassette gespielt wird: Ein farbiges Symbol kennzeichnet eine physische Spielkarte, während ein blaues Symbol für digitale Software steht. Das Update soll den Spielern einen sofortigen Überblick darüber geben, wie auf jedes Spiel zugegriffen wird, ohne einzelne Titel öffnen zu müssen.
Neben den visuellen Updates hat Nintendo die Datenverwaltungsoptionen für Benutzer angepasst, die von den ursprünglichen Switch-Systemen auf Switch2 migrieren. Während Systemübertragungen können Benutzer jetzt das automatische erneute Herunterladen von Software auf der Switch2 deaktivieren und die Übertragung von Albumdaten blockieren, was mehr Kontrolle über die Speichernutzung und das Setup-Verhalten zwischen Geräten bietet.
Bei der ursprünglichen Switch-Familie bietet Nintendos Update Unterstützung für das Herunterladen von Daten, die mit einer virtuellen Spielkarte verknüpft sind, selbst wenn die Einstellung „Online-Lizenz verwenden“ deaktiviert ist. Auf diese Option kann über den Abschnitt „Virtuelle Spielkarten“ im Home-Menü zugegriffen werden. Das Unternehmen hat außerdem die Meldungen zum Save Data Cloud Backup aktualisiert, die beim Starten bestimmter Software angezeigt werden, um das Backup-Verhalten für Abonnenten zu verdeutlichen.
Die Systemeinstellungen der Originalmodelle erhielten geringfügige Verbesserungen bei der Benennung und Benutzerfreundlichkeit. „Platinum Point-Benachrichtigungseinstellungen“ im Benachrichtigungsmenü wurde in „Nintendo Switch Online-Benachrichtigungseinstellungen“ umbenannt, um ihre Funktion klarer darzustellen. Darüber hinaus können Benutzer jetzt die Systemlautstärke über das Menü „Schnelleinstellungen“ anpassen, während sie den VR-Modus verwenden. Nintendo gibt an, dass das Update allgemeine Verbesserungen der Systemstabilität beinhaltet, um die Gesamtleistung zu verbessern.
Das Switch2-Update spiegelt mehrere dieser Änderungen wider und fügt gleichzeitig eine breitere Palette plattformspezifischer Verbesserungen hinzu. Wie die Originalmodelle zeigt Switch2 jetzt Symbole an, die physische und digitale Titel unterscheiden, und unterstützt das Herunterladen von Daten für virtuelle Spielkarten, selbst wenn „Online-Lizenz verwenden“ deaktiviert ist, konfigurierbar über virtuelle Spielkarten im Home-Menü.
Für die Download-Verwaltung können Switch2-Besitzer jetzt die Option „Alle abbrechen“ auswählen, wenn mehrere Software-Downloads ausgeführt werden, was die Kontrolle über gleichzeitige Übertragungen vereinfacht. Systeme, die als Bundles mit enthaltener digitaler Software verkauft werden, verfügen jetzt über ein „Software empfangen“-Symbol, das erscheint, wenn die Konsole mit dem Internet verbunden ist und den Benutzer zum Nintendo eShop leitet, um die gebündelten Inhalte anzufordern.
Auch die sozialen Funktionen werden auf Switch2 erweitert. Die Suche „Freund hinzufügen“ umfasst jetzt auch Benutzer, die in den GameChat-Räumen von Freunden angetroffen werden, und ermöglicht Verbindungen auf der Grundlage aktueller Interaktionen innerhalb der Kommunikationsfunktionen von Nintendo.
Nintendo hat das GameChat-Verhalten auf Switch2 aktualisiert, um die Kommunikationskontinuität aufrechtzuerhalten und Unterbrechungen zu reduzieren. Mit der neuen Firmware wechseln Spiele nicht mehr automatisch in den Schlafmodus, während GameChat aktiv ist. Benutzer können „Chat Audio Panning“ deaktivieren, wenn sie ein zentriertes Audioerlebnis bevorzugen, und GameChat-Sitzungen können beim Wechsel zwischen TV-, Handheld- und Tischmodus ununterbrochen fortgesetzt werden.
Die Barrierefreiheitsoptionen auf Switch2 werden gezielt verbessert. Wenn Text-to-Speech aktiviert ist, wird beschreibender Text auf der japanischen Tastatur jetzt vorgelesen, und die maximale Text-to-Speech-Geschwindigkeit wurde von 300 % auf 400 % erhöht, wodurch die Anpassung für Benutzer erweitert wird, die auf Bildschirmlesefunktionen angewiesen sind.
Audio- und Anzeigeeinstellungen siehe zusätzliche Verfeinerung. Für den drahtlos verbundenen Switch2 Pro Controller können Benutzer zwischen den Audiomodi „Stabil“ und „Geringe Latenz“ wählen und so entweder die Verbindungszuverlässigkeit oder die reduzierte Verzögerung priorisieren. Die HDR-Ausgabe wurde in „HDR-Ausgabe des Systembildschirms“ umbenannt und das Anzeigeverhalten beim Anpassen der Bildschirmgröße wurde verbessert, um eine genauere Bilddarstellung auf dem Bildschirm zu gewährleisten.
Zur weiteren Schnittstellenstandardisierung auf Switch2 gehört die Umbenennung von „Platinum Point Notification“ in „Nintendo Switch Online Notification“ und die Angleichung der Terminologie an die ursprünglichen Switch-Modelle. Auch die Batterieverwaltungssprache wurde aktualisiert: Die Einstellung, die zuvor mit „Laden bei ca. 90 % stoppen“ betitelt war, lautet nun „Laden bei ca. 80–90 % stoppen“, wodurch der Ladeschwellenbereich klarer wird. Die Liste der Systemsprachen wurde um Thailändisch und Polnisch erweitert. Nintendo weist darauf hin, dass allgemeine Verbesserungen der Systemstabilität Teil der Veröffentlichung sind.
Unabhängig davon kündigte Nintendo Anfang der Woche an, dass es eine spezielle Nintendo Direct mit Schwerpunkt auf „The Super Mario Galaxy Movie“ veranstalten wird, bei der das Update zusammen mit einem Bild von Toads, die unter einem Nachthimmel feiern, geteilt wird.








