Generative KI hat in letzter Zeit die Technologiewelt im Sturm erobert. Auch in der Geschäftswelt hat sie große Auswirkungen. Der globale Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsriese PricewaterhouseCoopers (PwC) hat in diesem Zusammenhang das ChatGPT Enterprise-Produkt von OpenAI übernommen.
Durch diese strategische Zusammenarbeit ist PwC zum größten Unternehmenskunden von OpenAI und zum ersten Zwischenhändler von ChatGPT Enterprise geworden. Dieser Schritt bringt PwCs im April 2023 angekündigten KI-Investitionsplan in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar weiter voran. Er zeigt den starken Glauben des Unternehmens an diese transformative Technologie.
Im Rahmen der Vereinbarung erhalten die 100.000 Mitarbeiter von PwC in den USA und Großbritannien Zugriff auf ChatGPT Enterprise. Diese Zahl soll mit der weltweiten Expansion der Plattform auf 328.000 steigen. Mit diesem Schritt will PwC die Effizienz seiner internen Abläufe steigern und seinen Kunden durch das Angebot von Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Die Vision von PwC: Effizienz und Wachstum durch KI
Laut Bret Greenstein ist PwCs „Leiter für generative KI„Tools wie ChatGPT werden weiteres Wachstum vorantreiben, indem sie die Fähigkeiten der bestehenden Belegschaft steigern, anstatt Arbeitsplätze zu gefährden. Das Unternehmen möchte die Erfahrungen, die durch die frühe Einführung von ChatGPT gewonnen wurden, nutzen, um skalierbare Lösungen auf Unternehmensebene zu entwickeln.
Anstatt seine Tools rund um ChatGPT Enterprise zu entwickeln, wird PwC laut Greenstein Workflows optimieren, Anwendungsfälle erweitern und Geschäftsprozesse mithilfe der APIs von OpenAI transformieren. Mit dieser Strategie kann PwC den Wert seiner KI-Investitionen maximieren.
Ein neues Beratungsmodell: KI-gestützte Transformation
PwC plant, ChatGPT Enterprise in seinen eigenen Betriebs- und Beratungsdienstleistungen einzusetzen. Das Unternehmen möchte neue Einnahmequellen erschließen, indem es Kunden, die KI-gestützte Transformationsprojekte umsetzen möchten, maßgeschneiderte Lösungen anbietet.
An dieser Stelle wird die Bedeutung der strategischen Partnerschaft von PwC mit OpenAI noch einmal deutlich. OpenAI braucht starke Partner wie PwC, um ChatGPT Enterprise zu unterstützen. Gleichzeitig nutzt PwC die Expertise von OpenAI, um seinen Kunden die neuesten KI-Technologien näherzubringen.

Preisgestaltung und Zukunftsperspektive
Die Preise für ChatGPT Enterprise wurden noch nicht veröffentlicht. Einige auf Reddit kursierende Informationen deuten jedoch darauf hin, dass die jährlichen Kosten der Plattform für 150 Benutzer bei etwa 108.000 US-Dollar liegen könnten. Diese Zahl kann je nach Anzahl der Benutzer und Nutzungsszenarien variieren.
Diese Zusammenarbeit zwischen PwC und OpenAI ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie künstliche Intelligenz in Unternehmen eingesetzt werden kann. Beide Unternehmen werden wahrscheinlich erheblich von dieser Partnerschaft profitieren. Während PwC seine Führungsposition im Bereich künstliche Intelligenz stärkt, erhält OpenAI die Möglichkeit, ChatGPT Enterprise auf globaler Ebene auszubauen.
Diese Entwicklungen dürften die Rolle der KI in der Geschäftswelt stärken und neue Möglichkeiten schaffen. Der Einsatz von KI kann erhebliche Vorteile bringen, wie etwa höhere Effizienz, Kosteneinsparungen und neue Umsatzmodelle, insbesondere in wissensintensiven Branchen wie der Unternehmensberatung.
Bildnachweis: OpenAI
Source: PwC übernimmt ChatGPT Enterprise und wird OpenAIs größter Kunde
