Es wurde beobachtet, dass Spotify eine Funktion namens „SongDNA“ entwickelt, die es Benutzern ermöglichen würde, Musik zu entdecken, indem sie die Credits eines Titels oder Albums durchsuchen. Die Funktion wurde von der Reverse-Entwicklerin Jane Manchun Wong im Code der App gefunden. Es ist so konzipiert, dass Benutzer die Autoren, Mitarbeiter, Sänger, Ingenieure, Texter, Produzenten und Komponisten durchsuchen können, die zu einem Musikstück beigetragen haben.

Basierend auf von Wong generierten Screenshots würde SongDNA eine visuelle Schnittstelle zum Navigieren durch Credits, zum Sehen der Verbindungen einzelner Personen und zum Erkunden ihrer anderen Projekte bieten. Wong lieferte ein Beispiel, das zeigt, wie die Künstlerin Rei Ami, Teil der „KPop Demon Hunters“-Besetzung, ihre Stimme auch Tracks geliehen hat, die nichts mit dem Film zu tun haben.

Wenn Spotify das Feature veröffentlicht, wäre es eine direkte Alternative zu den interaktiven Credits des Streaming-Dienstes TIDAL, die es den Nutzern auch ermöglichen, Musik über die Mitwirkenden zu erkunden. Die Funktion könnte ein Werkzeug für Profis aus der Musikbranche sein, die nach Mitwirkenden suchen, aber auch für allgemeine Zuhörer, die sich für die Leute interessieren, die hinter den Kulissen an ihren Lieblingssongs arbeiten.

Wong berichtete, dass Spotify kurz nachdem sie Screenshots der Funktion in den sozialen Medien gepostet hatte, seine App aktualisiert habe, um Verweise auf SongDNA zu entfernen. Als Spotify um eine Stellungnahme gebeten wurde, lehnte es ab, Details preiszugeben, bestritt jedoch nicht die Existenz der Funktion.

Ein anderer Reverse Engineer und Technologe, Chris Messina, bestätigte später die Präsenz von SongDNA, indem er entsprechende Hinweise im Code der App fand. Messina gab an, dass die Codezeilen darauf hindeuten, dass die Funktion verwendet werden könnte, um das Netzwerk der Mitwirkenden hinter den Songs offenzulegen, sodass Benutzer mehr über ihre Arbeit erfahren können. Die aktuelle Implementierung von SongDNA scheint sich speziell auf die Menschen zu konzentrieren, die an der Musikerstellung beteiligt sind, und nicht auf die Eigenschaften der Musik selbst.