Anthropic erkannte aufgrund von Benutzerbeschwerden Leistungsprobleme mit seinem Tool Claude Code und identifizierte drei Änderungen auf Produktebene, die sich auf die Benutzererfahrung auswirkten. Das Unternehmen wies Vorwürfe einer absichtlichen Verschlechterung, bekannt als „Nerfing“, zurück und erklärte, dass das zugrunde liegende Modell intakt geblieben sei.
In einem Blogbeitrag betonte Anthropic, dass Benutzer in den letzten Wochen Leistungseinbußen bei Claude Code gemeldet hatten, was zu einer internen Überprüfung führte. Zu den identifizierten Problemen gehören Anpassungen der Standard-Denkebene, ein Cache-Optimierungsfehler und eine Änderung der Ausführlichkeit. „Wir nehmen Berichte über Verschlechterungen sehr ernst. Wir verschlechtern unsere Modelle niemals absichtlich“, erklärte das Unternehmen.
Am 20. April gab Anthropic bekannt, dass diese Probleme behoben wurden, und skizzierte Schritte, um zukünftige Vorkommnisse zu verhindern. Zu diesen Schritten gehören die verstärkte Nutzung des öffentlichen Builds durch die Mitarbeiter, die Verbesserung des Code-Review-Tools und die Verschärfung der Kontrollen für System-Prompt-Änderungen.
Zu den Beschwerden von Benutzern gehörten Beschreibungen von Claude Code als „faul“ und „ignorant“, wobei Stella Laurenzo, eine GitHub-Benutzerin und Senior Director bei AMD, behauptete, das Tool sei so weit zurückgegangen, dass man ihm für komplexe technische Aufgaben nicht mehr vertrauen könne. Viele Benutzer fühlten sich durch die Ergebnisse von Anthropic bestätigt und bemerkten Leistungsänderungen, die mit den Updates des Unternehmens zusammenfielen.
Darüber hinaus äußerten einige Benutzer Skepsis gegenüber einem kürzlich durchgeführten Experiment, bei dem Claude Code aus dem Pro-Plan entfernt wurde, von dem etwa 2 % der neuen Abonnenten betroffen waren. Anthropic bestätigte, dass die durchgeführten Änderungen eine Reaktion auf direktes Benutzer-Feedback waren und darauf abzielten, die Gesamtfunktionalität von Claude Code zu verbessern.
Die Anpassungen und Verbesserungen sind Teil einer umfassenderen Reaktion, um das Vertrauen und die Zufriedenheit der Benutzer aufrechtzuerhalten, insbesondere nach der bemerkenswerten Bewertung des Unternehmens in Höhe von 1 Billion US-Dollar auf Sekundärmärkten.








