Laut drei mit der Angelegenheit vertrauten Quellen erwägt Anthropic die Entwicklung eigener KI-Chips, um den Mangel an fortschrittlichen KI-Systemen zu beheben. Die Pläne befinden sich noch im Anfangsstadium und das Unternehmen könnte sich letztendlich dafür entscheiden, weiterhin Chips zu kaufen, anstatt sich weiter mit dem Design zu beschäftigen.

Wie aus zwei Quellen hervorgeht, hat sich das Unternehmen weder auf ein bestimmtes Chipdesign festgelegt noch ein eigenes Team für das Projekt zusammengestellt. Ein Sprecher wollte sich zu den gemeldeten Plänen nicht äußern.

Die Nachfrage nach dem KI-Modell Claude von Anthropic stieg im Jahr 2026 stark an, wobei der durchschnittliche Umsatz des Unternehmens 30 Milliarden US-Dollar überstieg, ein Anstieg gegenüber rund 9 Milliarden US-Dollar Ende 2025. Dieses Umsatzwachstum unterstreicht die zunehmende Bedeutung des Unternehmens auf dem KI-Markt.

Zum Betrieb seiner Software und des Claude-Chatbots nutzt Anthropic derzeit verschiedene Chips, darunter Tensor Processing Units (TPUs) von Googles Alphabet und Chips von Amazon. Vor kurzem unterzeichnete Anthropic einen langfristigen Vertrag mit Google und Broadcom, wobei letzteres beim Design von TPUs hilft, als Teil einer umfassenderen Verpflichtung, 50 Milliarden US-Dollar in die US-amerikanische Computerinfrastruktur zu investieren.

Andere große Technologieunternehmen, darunter Meta und OpenAI, prüfen ebenfalls Bemühungen, ihre eigenen KI-Chips zu entwickeln. Die Kosten für die Entwicklung eines fortschrittlichen KI-Chips werden auf rund eine halbe Milliarde Dollar geschätzt, da dieser Prozess qualifizierte Ingenieure und Präzision erfordert, um eine fehlerfreie Fertigung zu gewährleisten.


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