Anthropic hat den Zugang zu seinem KI-Modell Claude Mythos erweitert und etwa 150 weitere Organisationen eingeladen, sich Project Glasswing anzuschließen. Die Initiative zielt darauf ab, die Fähigkeiten des neuen Frontier-Modells von Anthropic zu nutzen, das für sein Potenzial bekannt ist, die Cybersicherheit neu zu gestalten.
Ursprünglich im April angekündigt, wurde Claude Mythos als Vorschau für ausgewählte Organisationen veröffentlicht. Anthropic gab an, dass „KI-Modelle ein Niveau der Programmierfähigkeit erreicht haben, bei dem sie alle bis auf die erfahrensten Menschen beim Auffinden und Ausnutzen von Software-Schwachstellen übertreffen können.“
Die erste Kohorte umfasste fast 50 Partner, darunter Apple, Amazon, Broadcom, CrowdStrike, Microsoft und NVIDIA. Die neuen Eingeladenen repräsentieren mehr als 15 Länder und umfassen Branchen wie öffentliche Versorgungsunternehmen – insbesondere Strom, Wasser und Telekommunikation – sowie Gesundheitsdienstleister. Jede Organisation muss die Sicherheitsanforderungen von Anthropic erfüllen, um Zugriff zu erhalten.
Anthropic betonte die Bedeutung der Partnerschaftsbemühungen und stellte fest: „Was alle Partner gemeinsam haben, ist, dass ein erfolgreicher Angriff auf ihre Codebasis katastrophal sein könnte.“ Das Unternehmen schätzt, dass ein größerer Angriff potenziell über 100 Millionen Menschen treffen könnte, was ein ernstes Risiko für die globale und nationale Sicherheit darstellt.
Derzeit arbeitet Anthropic daran, Funktionen auf Mythos-Ebene sicher der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Unternehmen hat jedoch erklärt, dass es dies nicht tun werde, bis es „sehr robuste Schutzmaßnahmen“ implementiert habe, um den Missbrauch seiner Technologie zu verhindern.
Im Mai beeinflusste die Enthüllung von Claude Mythos den Ansatz der Trump-Regierung zur KI-Regulierung und führte zu Plänen für eine Durchführungsverordnung, die darauf abzielt, Informationen über Software-Schwachstellen an kritische Institutionen weiterzugeben. Diese Unterzeichnung wurde Berichten zufolge aufgrund von Einwänden von Trump und der Technologiebranche verschoben.








