Apple hat das Vision Pro-Gerät eingestellt, nachdem im Oktober 2025 ein M5-Chip-Update durchgeführt wurde, das das Interesse der Verbraucher nicht wieder wecken konnte. Das Unternehmen hat das Vision Pro-Team aufgelöst, seine Mitglieder verschiedenen anderen Abteilungen zugewiesen und arbeitet nicht aktiv an der Entwicklung eines Nachfolge-Headsets.
Mit dem Update vom Oktober 2025 wurde ein M5-Chip zusammen mit einem Dual Knit Band eingeführt, das eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hz, 10 % mehr gerenderte Pixel und eine zusätzliche Akkulaufzeit von 30 Minuten bot, während der Preis bei 3.499 US-Dollar blieb. Die Verkäufe gingen weiter zurück, wobei die Rücklaufquote der M5-Version ungewöhnlich hoch war und die aller anderen aktuellen Apple-Produkte übertraf.
Apple hat die gesamte Entwicklung neuer Vision Pro-Modelle eingestellt, die M5-Version jedoch nicht offiziell eingestellt und verkauft sie weiterhin. Ehemalige Mitglieder des Vision Pro-Teams wurden verschiedenen Projekten zugewiesen, darunter auch der Siri-Entwicklung, wobei Mike Rockwell seit März 2025 an der Spitze des Siri-Teams steht.
Der Vision Pro, der im Februar 2024 auf den Markt kam, stand von Anfang an vor großen Herausforderungen. Analysten von Morgan Stanley nannten die Kosten, den Formfaktor und die begrenzte Bibliothek nativer VisionOS-Apps des Geräts als Hauptgründe für die schlechte Verkaufsleistung. Bis Ende 2025 schätzte IDC, dass Apple im Weihnachtsquartal nur 45.000 Einheiten ausgeliefert hat, ein deutlicher Rückgang gegenüber etwa 390.000 verkauften Einheiten im Jahr 2024.
Apple hat sein digitales Werbebudget für den Vision Pro in wichtigen Märkten, darunter den USA und Großbritannien, drastisch um mehr als 95 % reduziert. Berichten zufolge hat Luxshare, Apples Produktionspartner, die Produktion des Vision Pro Anfang 2025 eingestellt.
In einem strategischen Schritt verlagert Apple den Fokus von immersiven Headsets auf KI-gestützte Datenbrillen. Berichten zufolge testet das Unternehmen vier Rahmendesigns unter dem Codenamen N50, die möglicherweise Ende 2026 vorgestellt werden und 2027 auf den Markt kommen sollen. Diese Datenbrillen werden Kameras, Mikrofone und die Integration mit Apple Intelligence umfassen, in der ersten Version jedoch kein Display aufweisen.
Berichten zufolge ist der scheidende CEO Tim Cook persönlich in die Entwicklung eines Produkts investiert, das mit der Ray-Ban-Datenbrille von Meta Platforms konkurrieren kann. Aufgrund des Energiebedarfs hatte Apple Schwierigkeiten, die Vision Pro-Technologie für die neuen Smart-Brillen anzupassen, und konzentrierte seine Ambitionen im Bereich Spatial Computing auf absehbare Zeit eher auf Brillen als auf Headsets.








