Microsoft hat die Preise für die gesamte Surface-Reihe angehoben, wobei die Flaggschiffmodelle aufgrund einer weltweiten Speicherknappheit, die als „RAMageddon“ bezeichnet wird, jetzt bis zu 500 US-Dollar mehr kosten als ihre Einführungspreise. Das 13-Zoll-Surface Pro startet jetzt bei 1.499,99 US-Dollar, eine Steigerung gegenüber dem ursprünglichen Preis von 999 US-Dollar, während das preisgünstige 12-Zoll-Surface Pro von 799 US-Dollar auf 1.049,99 US-Dollar gestiegen ist. Der Redakteur von Windows Central, Zac Bowden, berichtete über die Preiserhöhungen und stellte fest, dass die Flaggschiffmodelle „500 US-Dollar teurer seien als bei der Markteinführung“.
Die jüngsten Erhöhungen setzen den Trend steigender Kosten fort, nachdem Microsoft im Mai die Basiskonfigurationen für das Surface Pro 11 und den Surface Laptop 7 im Wert von 999 US-Dollar gestrichen hatte, wodurch die Startpreise auf 1.199 US-Dollar stiegen. Da Drittanbieter wie Amazon und Best Buy ihre Preise noch nicht vollständig aktualisiert haben, haben Verbraucher möglicherweise nur begrenzte Möglichkeiten, Geräte zu älteren Preisen zu kaufen.
Diese Preiserhöhungen sind auf einen erheblichen globalen Mangel an DRAM und NAND-Flash zurückzuführen, der bis 2027 andauern könnte und teilweise auf die hohe Nachfrage von KI-Rechenzentren zurückzuführen ist. Große Chiphersteller, darunter Samsung, SK Hynix und Micron, konzentrieren sich derzeit auf die Produktion auf KI-Niveau statt auf Verbraucherspeicher. HP hat festgestellt, dass RAM mittlerweile etwa 35 % der gesamten Baukosten eines PCs ausmacht, gegenüber 15–18 % vor einigen Monaten. Darüber hinaus schätzt TrendForce, dass die DRAM-Vertragspreise im ersten Quartal 2026 um 90–95 % gestiegen sind.
Andere Hersteller wie Dell, Lenovo und Acer rechnen mit Preissteigerungen von 15–30 % für ihre Produkte. Framework hat außerdem angedeutet, dass sie die Komponentenpreise aufgrund der erschöpften SSD-Bestände anpassen werden. IDC hat hervorgehoben, dass die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten von PC-Anbietern im Jahr 2026 ernsthaft auf die Probe gestellt wird, während Gartner prognostiziert, dass die gesamten PC-Lieferungen in diesem Jahr aufgrund steigender Speicherkosten um über 10 % zurückgehen werden.
Laut Lip-Bu Tan, CEO von Intel, sollte die PC-Industrie im Jahr 2026 mit „keinen Entlastungen“ bei den Speicherpreisen rechnen, was die Kauflandschaft für Verbraucher weiter erschweren würde. Diejenigen, die ein Auge auf neue Surface-Geräte werfen, sollten schnell bei Drittanbietern handeln oder sich auf zusätzliche Preiserhöhungen einstellen, während die Hersteller die anhaltenden Herausforderungen auf dem Speichermarkt meistern.








