Laut einer Berichtsvorschau der Computer Entertainment Supplier’s Association (CESA), der Organisation, die die Tokyo Games Show veranstaltet, nutzen mehr als die Hälfte der japanischen Spieleunternehmen künstliche Intelligenz in der Entwicklung. Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage unter 54 japanischen Spieleunternehmen, darunter CESA-Mitgliedern wie Capcom, Konami, FromSoftware, Square Enix und Sega.
In der Vorschau des CESA Video Game Industry Report 2025 heißt es, dass 51 Prozent der befragten Unternehmen KI einsetzen. Zu den häufigsten Anwendungen gehören die Erstellung visueller Assets und Charakterbilder, die Erstellung von Geschichten und Texten sowie die Bereitstellung von Programmierunterstützung. Die Daten zeigten auch, dass 32 Prozent dieser Unternehmen KI nutzen, um ihre eigenen Spiele-Engines zu entwickeln. Der vollständige Bericht soll Anfang Dezember veröffentlicht werden.
Einige japanische Unternehmen haben ihre KI-Einführung öffentlich gemacht. Anfang 2024 kündigte Takashi Kiryu, CEO von Square Enix, an, dass das Unternehmen „bei der Anwendung von KI aggressiv vorgehen“ werde. Die Entwickler gaben später zu, dass sie sich damit für das Spiel Foamstars „versucht“ hatten. Im Jahr 2023 berichtete Automaton, dass Level-5, das Studio hinter Professor Layton, das KI-Tool Stable Diffusion nutzte. Auch Capcom experimentierte Anfang 2024 mit generativer KI, während Sega ein internes KI-Team aufgebaut hat.
Umgekehrt hat Nintendo, das kein CESA-Mitglied ist, öffentlich seinen Widerstand gegen den Einsatz von KI für kreative Zwecke zum Ausdruck gebracht. Shigeru Miyamoto, Kreativkollege des Unternehmens, sagte, Nintendo würde „eher eine andere Richtung einschlagen“, um die Originalität zu bewahren. Der Einsatz von KI war auch auf der Gamescom 2024 ein häufiges Thema, viele unabhängige Studios bezeichneten sie als unschätzbar wertvolles Werkzeug für die Entwicklung.








