Der Satelliten-Internetdienst von Amazon, Amazon Leo, soll Mitte 2026 verfügbar sein, wie CEO Andy Jassy in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre bekannt gab.

Amazon Leo ist für Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s ausgelegt und übertrifft damit den typischen Starlink-Bereich von 45 bis 280 Mbit/s. Jassy hat nicht klargestellt, ob der Start im Jahr 2026 einen Verbraucherzugang beinhalten würde. Ein Amazon-Sprecher erklärte, dass weitere Details derzeit nicht verfügbar seien.

Derzeit testen ausgewählte Unternehmenskunden den Satellitendienst seit Ende 2022. Die Fluggesellschaften Delta und JetBlue haben Vereinbarungen zur Nutzung von Amazon Leo für WLAN-Dienste an Bord unterzeichnet. Weitere Unternehmen, die Verträge abgeschlossen haben, sind AT&T, Vodafone, DirecTV Latin America und NASA.

Amazon Leo strebt eine sechs- bis achtmal schnellere Uplink-Leistung als seine Konkurrenten an. Der Service wird voraussichtlich auch kostengünstiger sein und eine native AWS-Integration für Unternehmensdatenspeicherung, Analyse und KI-Funktionen bieten.

Trotz seiner ehrgeizigen Pläne liegt Amazon Leo Berichten zufolge hinter dem Zeitplan zurück. Derzeit sind in seiner Konstellation nur 241 Satelliten in Betrieb, verglichen mit den über 10.000 Satelliten von Starlink. Im Januar beantragte Amazon bei der FCC eine Verlängerung der Frist, um bis Juli 2026 1.600 Satelliten im Orbit zu haben, und verwies auf eine voraussichtliche Betriebszahl von rund 700 bis zu diesem Datum.


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