Baidu hat am 14. Februar den Open-Source-KI-Agenten OpenClaw in seiner Flaggschiff-Such-App eingeführt und damit die persönlichen KI-Assistentenfunktionen auf etwa 700 Millionen monatlich aktive Benutzer ausgeweitet. Dieser Einsatz stellt einen der bislang größten KI-Einführungen für Verbraucher in China dar.

Benutzer können über die Hauptsuchanwendung von Baidu Nachrichten an den in Österreich entwickelten OpenClaw-Agenten senden, um Aufgaben wie das Planen von Terminen, das Organisieren von Dokumenten und das Schreiben von Code auszuführen. Bisher war der Zugriff auf Messaging-Plattformen wie WhatsApp und Telegram beschränkt. Die Bereitstellung über Baidu Intelligent Cloud ist innerhalb der App in weniger als einer Minute abgeschlossen. Benutzer aktivieren den Agenten, indem sie ihn in der Suchleiste markieren oder per Chat interagieren. OpenClaw kann lokal oder in der Cloud bereitgestellt werden und erhält Anweisungen über Instant-Messaging-Tools.

Die Integration verbindet OpenClaw mit dem breiteren Ökosystem von Baidu. Im Laufe der Zeit wird der Agent auf Funktionen von Baidu Search, Baidu Baike, Wenku, Netdisk und E-Commerce-Plattformen zugreifen. Baidus offizieller E-Commerce-Skill ist auf ClawHub gelistet und ermöglicht einen plattformübergreifenden Preisvergleich und eine Reputationsanalyse.

CrowdStrike warnte davor, dass falsch konfiguriertes OpenClaw auf Unternehmenscomputern als KI-Hintertür missbraucht werden könnte, die die Anweisungen von Gegnern ausführt. Schädliche Anweisungen können direkt an exponierte Instanzen übermittelt oder in Datenquellen wie E-Mails und Webseiten eingebettet werden. Der Startzeitpunkt vor dem chinesischen Neujahrsfest spiegelt den Wettlauf der chinesischen Technologiegiganten wider, Benutzer anzulocken und Erträge aus KI-Investitionen zu demonstrieren.


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