Der Wert von OpenAI in Höhe von 852 Milliarden US-Dollar stößt bei einigen Anlegern auf Skepsis, da das Unternehmen seinen Fokus im Wettbewerb mit Anthropic auf Unternehmenskunden verlagert, so die Financial Times.

Diese Skepsis ergibt sich aus der Notwendigkeit, die hohe Bewertung von OpenAI zu rechtfertigen, die einen Börsengang von 1,2 Billionen US-Dollar oder mehr voraussetzt. Im Gegensatz dazu stieg der Jahresumsatz von Anthropic von 9 Milliarden US-Dollar Ende 2025 auf 30 Milliarden US-Dollar im März, was vor allem auf die steigende Nachfrage nach seinen Codierungstools zurückzuführen ist.

Investoren empfinden Anthropics aktuelle Bewertung von 380 Milliarden US-Dollar als attraktiver. Der Sekundärmarkt spiegelt diese Stimmung wider und zeigt eine wachsende Nachfrage nach Anthropic-Aktien, während OpenAI-Aktien mit einem Abschlag gehandelt werden.

Sam Altman, CEO von OpenAI, sah sich während seiner Führung bei Y Combinator einem ähnlichen Bewertungsdruck ausgesetzt, wo einige Unternehmen aufgrund überhöhter Bewertungen Probleme hatten. Die Anleger sind vorsichtig und beobachten eine Wettbewerbsdynamik zwischen den beiden Unternehmen.

Roy Luo, Partner bei Iconiq Capital, bemerkte die Wettbewerbslandschaft und erklärte, dass zwar beide Unternehmen existieren könnten, aber eine klare Leader-Follower-Dynamik entstehen werde. „Die Nummer eins wird überproportional gewinnen“, bemerkte er. Luos Firma hat über 1 Milliarde US-Dollar in Anthropic investiert und behält gleichzeitig eine kleinere Position bei OpenAI.

Als Reaktion auf die Skepsis betonte Sarah Friar, CFO von OpenAI, dass die 122-Milliarden-Dollar-Finanzierungsrunde des Unternehmens die größte in der Geschichte sei und anhaltendes Investorenvertrauen zeige.


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