Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) wird diesen Monat mit einer strategischen Marktstatusuntersuchung von Microsoft beginnen und sich dabei auf potenzielle wettbewerbswidrige Praktiken im Zusammenhang mit der Bündelung seiner Softwareprodukte konzentrieren, darunter Windows, Word, Excel, Teams, Copilot und andere Office-Anwendungen.
CMA-Geschäftsführerin Sarah Cardell erklärte: „Unser Ziel ist es, zu verstehen, wie sich diese Märkte entwickeln, welche Position Microsoft darin einnimmt und zu überlegen, welche gezielten Maßnahmen gegebenenfalls erforderlich sind, um sicherzustellen, dass britische Organisationen von Auswahl, Innovation und wettbewerbsfähigen Preisen profitieren können.“ Die Untersuchung wird auch die Cloud-Lizenzierungspraktiken von Microsoft untersuchen und deren Relevanz hervorheben, da Hunderttausende Einwohner des Vereinigten Königreichs Microsoft-Unternehmenssoftware nutzen.
Die CMA plant, die Überprüfung bis Februar abzuschließen. Zu diesem Zeitpunkt könnte Microsoft eine strategische Marktbezeichnung erhalten. Microsoft hat während dieser Untersuchung darauf hingewiesen, dass es „sich dazu verpflichtet hat, schnell und konstruktiv mit der CMA zusammenzuarbeiten“. Eine strategische Marktbezeichnung bedeutet kein Fehlverhalten; Es gibt der CMA jedoch eine größere Flexibilität für zukünftige Eingriffe.
Diese Untersuchung ist nicht die erste für Microsoft durch die CMA. Im Jahr 2023 leitete die CMA eine Untersuchung zur Beziehung des Unternehmens zu OpenAI ein, und eine anschließende Untersuchung im Jahr 2024 befasste sich mit der Rekrutierung von Mitarbeitern des KI-Unternehmens Inflection durch Microsoft, um die Fusionsprüfung zu umgehen. Darüber hinaus steht Microsoft derzeit in den USA vor rechtlichen Herausforderungen, wo die FTC Untersuchungen im Zusammenhang mit seinen Investitionen in OpenAI und der Rekrutierungsstrategie von Inflection eingeleitet hat.








