Flipboard hat eine Funktion namens „Social Websites“ eingeführt, die den Übergang von Herausgebern und Erstellern in die dezentrale Social-Media-Landschaft erleichtern soll. Diese Initiative, die das offene soziale Web einschließlich Plattformen wie Bluesky unterstützt, zielt darauf ab, den Urhebern die Kontrolle über ihr Publikum zu geben.

Soziale Websites fungieren als Microsites, die Inhalte von dezentralen Plattformen und RSS-Feeds zusammenfassen und Benutzern einen zentralen Ort zum Durchsuchen verschiedener Formate wie Blogbeiträge, Newsletter und Podcasts bieten. Die Funktion stellt die erste webbasierte Erweiterung der Surf-App von Flipboard dar, die speziell für dieses Ökosystem entwickelt wurde.

Mehrere Herausgeber und Entwickler haben bereits soziale Websites auf der Surf-Plattform eingerichtet. Insbesondere hat Rolling Stone eine Website mit Schwerpunkt auf politischen Inhalten erstellt, die Beiträge seiner Autoren und verwandte Nachrichtenartikel enthält. Darüber hinaus hat der Schöpfer David Rushing „All Net“ ins Leben gerufen, das NBA-Fans mit Inhalten von Bluesky, Threads und Mastodon sowie Clips von YouTube-Erstellern aus der Basketball-Community anspricht.

Mike McCue, CEO von Flipboard, betonte die Komplexität des Social Web und erklärte, dass es für YouTuber viel Zeit in Anspruch nehmen könne, ihre Communities aufzubauen. Er wies darauf hin, dass die Ersteller ihre Websites mit der neuen Funktion in etwa 15 Minuten einrichten können. McCue bemerkte: „Das Social Web ist wirklich vielversprechend und wirklich großartig, aber es ist ziemlich komplex und schwer zu nutzen.“

Die Surf-Schnittstelle zielt darauf ab, die Benutzerinteraktion zu vereinfachen, indem der Fachjargon, der üblicherweise mit dezentralen Plattformen verbunden ist, entfernt wird. Benutzer können ohne komplizierte Anmeldungen auf Inhalte von Mastodon, Pixelfed und PeerTube zugreifen und so das Benutzererlebnis verbessern.

McCue unterstrich den Wunsch der Verlage, das Eigentum an ihren Communities zurückzugewinnen, und sagte: „Sie haben es wirklich satt, in ein weiteres Publikum auf der Plattform eines weiteren Milliardärs zu investieren, wo die Entdeckung völlig unter Verschluss gehalten wird.“ Der Bedarf an Alternativen ist dringend, da viele Verlage versuchen, organische Beziehungen zu ihrem Publikum außerhalb der traditionellen Social-Media-Rahmen aufzubauen.


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