Google hat ein neues Tool eingeführt, das Nutzer dabei unterstützen soll, nicht einvernehmliche explizite Bilder aus seinen Suchergebnissen zu entfernen. Ziel des Tools ist es nicht, solche Bilder zu verhindern, sondern vielmehr deren Entfernung aus indizierten Inhalten zu erleichtern.

Um einen Entfernungsantrag einzuleiten, können Benutzer ein Bild auswählen und auf die damit verbundenen drei Punkte klicken. Zu den Optionen gehören „Ergebnis entfernen“, gefolgt von „Es zeigt ein sexuelles Bild von mir.“ Weitere verfügbare Optionen sind die Identifizierung eines Bildes einer Person unter 18 Jahren oder eines Bildes, das persönliche Informationen enthält. Wenn die Option „Sexuelles Bild“ ausgewählt wird, werden Benutzer aufgefordert anzugeben, ob das Bild echt oder eine KI-generierte Deepfake ist. Das System unterstützt auch die gleichzeitige Übermittlung mehrerer Fotos.

Google gibt an, dass Nutzer nach Einreichung einer Anfrage sofort Links zu Organisationen erhalten, die emotionale und rechtliche Unterstützung anbieten. Benutzer können auch Schutzmaßnahmen aktivieren, die ähnliche Ergebnisse bei nachfolgenden Suchvorgängen herausfiltern. Diese Funktion wird voraussichtlich in Kürze in den meisten Ländern verfügbar sein.

Nutzer können den Status ihrer Entfernungsanträge über den Hub „Ergebnisse über Sie“ von Google überwachen. Für die Nutzung dieses Tools müssen Benutzer persönliche Kontaktinformationen und staatliche Identifikationsnummern angeben. Der Hub „Ergebnisse über Sie“ ermöglichte es Benutzern zuvor, persönliche Informationen zu verfolgen, die in der Suche angezeigt wurden; Es wird jetzt auch nach Sozialversicherungsnummern, Führerscheindetails und Passinformationen gesucht. Google beabsichtigt, Nutzer zu benachrichtigen, wenn diese Informationen in den Suchergebnissen gefunden werden, damit sie mit den Entfernungsmaßnahmen fortfahren können.

Aktualisierungen des Hubs „Ergebnisse über Sie“ sollen in naher Zukunft für Benutzer in den USA bereitgestellt werden. Diese Entwicklung fällt mit der Einstellung von Dark-Web-Berichten durch Google zusammen, mit denen Benutzer zuvor darüber informiert wurden, dass ihre Namen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen online auftauchen, häufig aufgrund von Datenschutzverletzungen. Google gab an, dass die Dark-Web-Berichte den Nutzern keine wirksame Anleitung zur Ergreifung von Korrekturmaßnahmen boten, eine Funktion, die die neuen Funktionen erfüllen sollen.


Quelle des hervorgehobenen Bildes