Google stellt Google Tables ein, sein Arbeitsverfolgungstool, das mit Airtable, einem beliebten Tabellenkalkulations-Datenbank-Hybrid, konkurrierte. Die Ankündigung erfolgte in einer E-Mail an Tables-Benutzer, in der es hieß, dass die App nach dem 16. Dezember 2025 nicht mehr unterstützt wird. Google empfiehlt Benutzern, ihre Daten je nach ihren spezifischen Anforderungen auf Google Sheets oder AppSheet zu migrieren.
Tables wurde 2020 eingeführt und entstand aus Googles Inkubator Area 120, einer internen Abteilung, die sich auf experimentelle Projekte konzentriert. Ziel des Tools war es, die Projektverfolgung durch Automatisierung zu optimieren. Einige Area 120-Projekte wurden schließlich in die Kernangebote von Google in den Bereichen Cloud, Suche und Shopping integriert.
Im Jahr 2021 wurde Tables vom Betatest zum offiziellen Google Cloud-Produkt. Google positionierte es als potenzielle Lösung für verschiedene Anwendungen, darunter Projektmanagement, IT-Betrieb, Kundendienstverfolgung, CRM, Personalbeschaffung und Produktentwicklung.
Die App wurde von Tim Gleason, einem langjährigen Google-Mitarbeiter, entwickelt. Gleason wechselte später in die Position eines Tech Lead Managers für NotebookLM, bevor er seinen Rücktritt mit Wirkung zum September 2024 ankündigte.
Area 120 erfuhr im Jahr 2022 aufgrund einer Google-Umstrukturierung erhebliche Veränderungen. Die Hälfte seiner Projekte wurde abgesagt und die hauseigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf die Hälfte reduziert, wobei der Schwerpunkt erneut auf KI-Projekten lag.
Im Jahr 2023 wurde Area 120 aufgrund umfassenderer Unternehmensentlassungen endgültig aufgelöst. Eine kleine Anzahl von Projekten, darunter Aloud (ein Tool zum automatischen Überspielen von Videos), wurde in Kernproduktbereiche von Google integriert. Insbesondere führte YouTube im Jahr 2023 eine automatische Synchronisierungsfunktion ein, die in diesem Jahr allgemein verfügbar wurde.
Trotz der Änderungen innerhalb von Area 120 blieb Tables weiterhin Teil des Google Workspace-Teams unter Google Cloud. Allerdings steht der Dienst nun vor seinem eigenen End-of-Life-Datum.
Google empfiehlt Tabellenadministratoren, ihre Daten entweder direkt nach Google Sheets zu exportieren, wo sie weiterhin Arbeitsabläufe mithilfe von Tabellen und bedingten Benachrichtigungen verwalten können, oder ein neues Migrationstool zu verwenden, um ihre Daten in Googles No-Code-Plattform AppSheet zu importieren. Laut Google behält die AppSheet-Lösung Formatierungen wie Spaltentypen und Beziehungen bei und ermöglicht die Workflow-Verwaltung durch Automatisierungen, granulare Berechtigungen und Workspace-Integrationen.
Anfang dieses Monats gab Google die Schließung der Tables-Website bekannt und verwies die Nutzer auf eine FAQ. In den FAQ wurde hervorgehoben, dass das Tables-Team ein neues Datenerlebnis in AppSheet entwickelt hat, um automatisierte Anwendungen und Arbeitsabläufe zu ermöglichen. Diese im Juni 2023 eingeführte Alternative ermöglicht es Benutzern, Datenmodelle für benutzerdefinierte Apps und Workflows direkt in AppSheet zu erstellen.







