Laut einem Bericht von The Information unterzeichnete Google einen geheimen KI-Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium, der es dem Pentagon erlaubt, seine KI-Modelle für „jeden rechtmäßigen Regierungszweck“ zu nutzen. Diese Vereinbarung schließt die ethischen Einschränkungen aus, die dazu beigetragen haben, dass Anthropic im Februar 2026 auf die schwarze Liste gesetzt wurde.
Der Deal, der bekannt gegeben wurde, kurz nachdem über 560 Google-Mitarbeiter CEO Sundar Pichai aufgefordert hatten, solche militärischen Vereinbarungen abzulehnen, verdeutlicht einen Konflikt zwischen den Bedenken der Mitarbeiter und den Forderungen der Regierung nach uneingeschränkten militärischen KI-Fähigkeiten. Die Einzelheiten der Vereinbarung hatte Google zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht bestätigt.
Im Gegensatz zu Anthropic, das vor der Entfernung aus dem Lieferantenpool Verbote der Massenüberwachung im Inland und autonomer Waffen in seinen Vertrag aufgenommen hatte, sieht Googles Vereinbarung solche Beschränkungen nicht vor. Dies steht im Einklang mit den Präferenzen der Trump-Administration für einen breiteren Einsatz in militärischen Anwendungen.
Das Pentagon hat inzwischen geheime KI-Verträge mit vier führenden KI-Unternehmen abgeschlossen: OpenAI, xAI, Google und Anthropic, das kürzlich auf die schwarze Liste gesetzt wurde. Die Entfernung von Anthropic war auf die Weigerung zurückzuführen, ethische Beschränkungen aufzugeben. Im Gegensatz dazu verhandelte OpenAI neu, um einige Beschränkungen beizubehalten, während xAI eine Vereinbarung ohne klare Einschränkungen unterzeichnete.
Die Gegenüberstellung des Mitarbeiterbriefs und des Militärabkommens von Google hat erhebliche Auswirkungen auf die interne Kultur des Unternehmens und seine öffentliche Haltung zur KI-Ethik. Pichais Antworten auf die Bedenken der Mitarbeiter werden bei zukünftigen Aufträgen genau geprüft, insbesondere angesichts der Optik ihres Briefes, der mit der Ankündigung des geheimen Geschäfts zusammenfällt.
Die aus einer anonymen Quelle zitierte Klausel „Jeder rechtmäßige Regierungszweck“ bildet den Rahmen für ein Narrativ, das zu Spannungen innerhalb des Unternehmens führen könnte. Die aktuelle Situation unterstreicht die umfassendere Herausforderung, vor der KI-Unternehmen stehen, wenn es darum geht, betriebliche Anforderungen mit etablierten ethischen Grundsätzen in der sich entwickelnden politischen Landschaft in Einklang zu bringen. Die von Google und OpenAI getroffene Wahl scheint einen erheblichen Ermessensspielraum für militärische Anwendungen zu bieten, der von den ethischen Verpflichtungen von Anthropic abweicht.
Die künftige Dynamik wird wahrscheinlich von politischen Veränderungen und der internen Interessenvertretung der Mitarbeiter abhängen, insbesondere unter den Unterzeichnern des Briefes und ihren Verbündeten, die möglicherweise Einfluss auf die interne Entscheidungsfindung in Bezug auf militärische KI-Einsätze haben.








