OpenAI hat ein Forschungspapier veröffentlicht, in dem detailliert beschrieben wird, wie sich seine Codex-Plattform zur führenden KI-Schnittstelle in allen seinen Abteilungen entwickelt hat, was eine bedeutende Veränderung gegenüber seinem ursprünglichen Fokus auf Entwickler darstellt. Das Papier mit dem Titel „The Shift to Agentic AI: Evidence from Codex“ bietet eine Analyse der Nutzungsdaten von externen Einzelbenutzern, externen Organisationsbenutzern und der Belegschaft von OpenAI.

Mit Stand vom 11. Juni 2026 umfasst Codex 99,8 % der bei OpenAI generierten Ausgabe-Tokens und ersetzt damit effektiv ChatGPT als primäres Tool für arbeitsbezogene Aufgaben. Jede Abteilung, einschließlich der Rechtsabteilung, der Finanzabteilung und der Personalbeschaffung, nutzt Codex, wobei die nicht-technischen Abteilungen die Mehrheitsnutzung etwa im April 2026 übertreffen, nachdem sie bereits von Ingenieursteams übernommen wurde.

Der durchschnittliche Mitarbeiter in einer juristischen Funktion generiert im Vergleich zum November 2025 jetzt 13-mal mehr monatliche Output-Tokens, während der durchschnittliche Forscher über 50-mal mehr produziert. Die Akzeptanzrate von Codex unter Nicht-Entwicklern ist seit August 2025 sprunghaft angestiegen und hat sich bei einzelnen Benutzern um das 137-fache und bei organisatorischen Benutzern um das 189-fache erhöht.

Unter den Benutzern externer Organisationskonten haben inzwischen 17,3 % Codex eingeführt, ein deutlicher Sprung im Vergleich zu weniger als 1 % der einzelnen Benutzer. Das Papier hebt einen umfassenderen Wandel von der Konversations-KI zur agentischen KI hervor, bei der Benutzer komplexe, mehrstufige Aufgaben an die Plattform delegieren, anstatt nur Rat einzuholen. „Benutzer verlangen von Codex Arbeit und nicht nur die Bereitstellung von Ratschlägen oder Informationen“, erklärten die Autoren.

OpenAI weist darauf hin, dass seine internen Daten möglicherweise nicht die typische Unternehmensakzeptanz widerspiegeln, sofern günstige Bedingungen wie keine Nutzungsbeschränkungen und starke organisatorische Unterstützung gegeben sind. Derzeit macht Codex 63,3 % der Ausgabetokens bei externen Organisationsbenutzern aus, während einzelne Benutzer 16,5 % ausmachen.

Auch die Komplexität der von Benutzern eingereichten Aufgaben ist deutlich gestiegen: Schätzungen zufolge erfordern 25,6 % der Personen, die Anfragen einreichen, mehr als acht Stunden menschliche Arbeit, verglichen mit nur 2,1 % im Dezember 2025. Codex kann jetzt auf über 5 Millionen aktive Benutzer pro Woche verweisen, was einer Versechsfachung seit Februar entspricht.


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