Meta gab am Mittwoch bekannt, dass es Entwicklern Gebühren für den Betrieb von KI-Chatbots auf WhatsApp in Regionen berechnen wird, in denen die Regulierungsbehörden vom Unternehmen verlangen, dass sie diese zulassen. Die Richtlinie zielt zunächst auf Italien ab, nachdem die Wettbewerbsaufsicht des Landes im Dezember darum gebeten hatte, das Chatbot-Verbot von Meta für italienische Telefonnummern auszusetzen.
Das Verbot von Meta für KI-Chatbots von Drittanbietern, die die WhatsApp Business API verwenden, trat am 15. Januar in Kraft. Das Unternehmen enthüllte die Sperre erstmals im Oktober und gab an, dass seine Systeme nicht für die Verarbeitung von KI-Antworten ausgelegt seien und dadurch einer Belastung ausgesetzt seien. Meta erklärte damals: „Das Aufkommen von KI-Chatbots auf unserer Business-API stellte eine Belastung für unsere Systeme dar, für deren Unterstützung sie nicht ausgelegt waren. Diese Logik geht davon aus, dass WhatsApp irgendwie ein De-facto-App-Store ist. Der Weg zum Markt für KI-Unternehmen führt über die App-Stores selbst, ihre Websites und Industriepartnerschaften, nicht über die WhatsApp Business Platform.“
Die Preise für KI-Antworten ohne Vorlage beginnen am 16. Februar. Entwickler zahlen 0,0691 $, 0,0572 € oder 0,0498 £ pro Nachricht. Entwicklern könnten hohe Kosten entstehen, wenn Benutzer täglich Tausende von Anfragen senden. WhatsApp berechnet bereits Gebühren für Vorlagennachrichten, etwa für Marketing-, Dienstprogramm- oder Authentifizierungsnachrichten, einschließlich Zahlungserinnerungen und Versandaktualisierungen.
Anfang dieses Monats informierte Meta die Entwickler über eine Ausnahmeregelung für italienische Telefonnummern, die es KI-Chatbots ermöglicht, diese Kunden ohne Angabe von Gebühren zu bedienen. Ein Meta-Sprecher sagte gegenüber TechCrunch: „Wo wir gesetzlich dazu verpflichtet sind, KI-Chatbots über die WhatsApp Business API bereitzustellen, führen wir Preise für die Unternehmen ein, die sich dafür entscheiden, unsere Plattform zur Bereitstellung dieser Dienste zu nutzen.“
In Brasilien versuchte die Wettbewerbsaufsichtsbehörde zunächst, die Richtlinie auszusetzen, doch letzte Woche entschied ein Gericht zugunsten von Meta und hob die vorläufige Anordnung auf. Meta weist Entwickler nun an, brasilianischen Benutzern keine KI-Chatbots anzubieten. Stattdessen müssen Entwickler eine vordefinierte Nachricht senden, die Benutzer auf ihre Website oder App umleitet.
In Regionen wie der EU, Italien und Brasilien kam es zu wettbewerbswidrigen Ermittlungen. Anbieter wie OpenAI, Perplexity und Microsoft erklärten letztes Jahr, dass ihre WhatsApp-Bots nach dem 15. Januar nicht mehr funktionieren und Benutzer auf andere Plattformen umleiten würden.








