Meta stellte auf der CES 2026 Erweiterungen für sein neuronales Elektromyographie-Armband (EMG) vor und demonstrierte damit Anwendungen, die über seine Datenbrille hinausgehen.

Das Unternehmen entwickelt seit Jahren die EMG-Technologie. Im Jahr 2025 führte Meta es in seiner Ray-Ban Display-Brille kommerziell ein. Benutzer steuern die Brille mit einem neuronalen Band, das subtile Muskelbewegungen am Handgelenk erkennt.

Auf der CES 2026 stellte Meta die Geräte zur Steuerung neuronaler Bänder außerhalb der Smart-Brillen-Reihe vor. Das Unternehmen arbeitete mit Garmin und mehreren Forschungsorganisationen zusammen, um neue Anwendungen für den Handgelenk-Controller zu testen.

Meta und Garmin haben zuvor bei Fitnessfunktionen für die Brille zusammengearbeitet. Während der CES präsentierten sie eine frühe Demonstration des in ein Auto integrierten neuronalen Bandes. Das Setup ermöglichte die Steuerung eines Touchscreen-Infotainmentsystems als Teil des „Unified Cabin“-Konzepts von Garmin.

In der Demo trugen die Teilnehmer das neuronale Band, um durch zwei Apps auf dem Display zu navigieren. Eine App nutzte Pinch- und Wischgesten, um ein 3D-Modell eines Autos zu manipulieren, ähnlich dem Zoomen von Bildern auf der Displaybrille. Die zweite App war ein Spiel von 2048, das durch Wischgesten gesteuert wurde, um Spielsteine ​​zu verschieben.

Garmin, das Infotainmentsysteme an große Automarken liefert, plant, das neuronale Band für Fahrzeugfunktionen zu erkunden. Dazu gehören das Herunterlassen von Fenstern und das Entriegeln von Türen.

Meta kündigte außerdem eine Forschungspartnerschaft mit der University of Utah an. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf EMG-Anwendungen für Personen mit ALS, Muskeldystrophie und anderen Erkrankungen, die die Handnutzung beeinträchtigen.

Forscher werden neuronale Bandgesten testen, um Haushaltsgeräte wie intelligente Lautsprecher, Jalousien, Thermostate und Schlösser zu bedienen. „Meta Neural Band ist empfindlich genug, um subtile Muskelaktivitäten im Handgelenk zu erkennen – selbst bei Menschen, die ihre Hände nicht bewegen können“, erklärte Meta in einem Blogbeitrag.

Das Team der University of Utah wird Mobilitätsnutzungen untersuchen. Dazu gehört die Anpassung des TetraSki-Programms, das derzeit auf einem Joystick oder einer mundbasierten Steuerung basiert, an das neuronale Band für Ski-Teilnehmer.