Microsoft integriert eine neue Internet-Geschwindigkeitstest-Option in die Vorschau-Builds von Windows 11, auf die direkt über das Netzwerksymbolmenü der Taskleiste in der Taskleiste und das Wi-Fi-Schnelleinstellungsfeld zugegriffen werden kann. Diese Funktion führt jedoch keinen nativen Test innerhalb des Betriebssystems durch; Stattdessen werden Benutzer unter Umgehung der Standardbrowsereinstellung auf die integrierte Geschwindigkeitstestseite von Bing weitergeleitet. Der Zusatz wurde erstmals am 13. September 2025 vom Windows-Insider-Benutzer phantomofearth auf X (ehemals Twitter) entdeckt.

Das Geschwindigkeitstest-Tool erscheint als Schaltfläche „Internetgeschwindigkeit testen“ an zwei praktischen Stellen: im Kontextmenü des Netzwerksymbols in der Taskleiste und unten im Wi-Fi-Schnelleinstellungsfeld. Nach der Auswahl wird der webbasierte Geschwindigkeitstest von Bing gestartet, der seit 2016 verfügbar ist. Ursprünglich als Geschwindigkeitstest-Widget in den Suchergebnissen von Bing eingeführt, wurde es später aktualisiert, um Speedtest by Ookla im Backend zu integrieren. Bis 2023 wurde das Tool zu einem festen Bestandteil der Bing-Dienstprogrammsuite, auf den über direkte Seitenbesuche oder Suchanfragen zugegriffen werden kann. Diese Integration unterstreicht das Bestreben von Microsoft, seine Suchmaschine innerhalb des Windows-Ökosystems zu fördern, auch wenn eine vollständig native Implementierung nicht möglich ist.

Über die Geschwindigkeitstest-Verknüpfung hinaus führt Microsoft mehrere weitere Verbesserungen in den Windows Insider Preview-Builds ein, insbesondere in den Canary-, Dev- und Beta-Kanälen. Die Seite „Mobile Geräte“, die sich unter den Bluetooth-Einstellungen befindet, wurde optimiert, um Anpassungen für alle verbundenen Geräte über eine einzige Schnittstelle zu ermöglichen, sodass keine separaten Seiten pro Gerät erforderlich sind. Dieses Update zielt darauf ab, die Verwaltung von Peripheriegeräten wie Telefonen und Tablets zu vereinfachen.

Die Bereiche „Datenschutz“ und „Sicherheit“ werden einer umfassenden Überarbeitung unterzogen und enthalten neue Unterüberschriften und erweiterte Beschreibungen, um die Benutzernavigation und das Verständnis zu verbessern. Diese Änderungen erleichtern das Auffinden und Verstehen von Einstellungen im Zusammenhang mit Datenschutz und Systemsicherheit.

Zu den weiteren Optimierungen gehören Änderungen an den Tastatureinstellungen, haptischen Touchpad-Konfigurationen und der Drag-Tray-Funktionalität. Die Drag-Ablage, die bisher auf die Dateifreigabe ausgerichtet war, wird erweitert, um mehr Aktionen zu unterstützen. Eine grundlegende Option zum „Verschieben von Dateien zwischen Ordnern“ wurde in die neuesten kumulativen Dev- und Beta-Updates integriert, bleibt jedoch vorerst verborgen. Mit Blick auf die Zukunft entwickelt Microsoft eine eigene Seite mit „Hintergrund-KI-Aufgaben“ und signalisiert damit die anhaltende Betonung der KI-gesteuerten Funktionen in Windows 11.

Diese Updates spiegeln die kontinuierlichen Bemühungen von Microsoft wider, das Benutzererlebnis von Windows 11 zu verbessern und praktische Tools mit subtilen Integrationen seiner Dienste zu verbinden. Allerdings gibt es wie bei allen Vorschau-Builds im Canary-, Dev- und Beta-Ring keine Garantie dafür, dass diese Funktionen in der stabilen Version von Windows 11 erscheinen werden. Insider, die diese Änderungen testen, liefern wertvolles Feedback, das das Endprodukt prägen könnte, aber Stabilitäts- und Kompatibilitätsprobleme können zu Änderungen oder Entfernungen führen.

Die Einführung der Bing-Geschwindigkeitstest-Verknüpfung unterstreicht einen umfassenderen Trend in der Softwarestrategie von Microsoft: Nutzung bestehender Web-Tools zur Verbesserung der Desktop-Funktionalität ohne umfangreiche native Entwicklung. Obwohl es Benutzer, die eine Offline- oder integrierte Lösung suchen, möglicherweise nicht zufriedenstellt, bietet es schnellen Zugriff auf zuverlässige Geschwindigkeitstests, die auf etablierter Technologie von Ookla basieren. Während sich Windows 11 weiterentwickelt, bieten diese Vorschauen einen Einblick in mögliche Verbesserungen bei Konnektivität, Geräteverwaltung und KI-Integration.