Project Solara, eine neue Softwareplattform, die darauf abzielt, Agent-First-Erfahrungen im Computerbereich zu schaffen, wurde als Reaktion auf die sich entwickelnden Benutzeranforderungen an Computergeräte vorgestellt. Die von der Applied Sciences Group entwickelte Plattform erwartet ein vielfältiges Ökosystem von Geräten, die auf bestimmte Aufgaben zugeschnitten sind und letztendlich die Benutzerinteraktion mit der Technologie verbessern. Dieser Ansatz nutzt Fortschritte in der KI und der Rechenleistung, um den Bau spezialisierter Computer ohne die vollen Kosten zu ermöglichen, die früher mit der Komplexität von Hardware und Software verbunden waren.
„Wir freuen uns, Ihnen einen ersten Einblick in die Richtung zu geben, in die sich die Informatik unserer Meinung nach entwickeln wird und wie der nächste Computer aussehen könnte“, sagte ein Vertreter der Applied Sciences Group. Die Plattform legt Wert auf ein Chip-to-Cloud-Modell, das für Agent-First-Erlebnisse konzipiert ist und die Art und Weise, wie Intelligenz über verschiedene Geräte und Arbeitsabläufe hinweg funktioniert, erheblich verändert.
Project Solara zeichnet sich dadurch aus, dass es Agenten als neue Programmiereinheit verwendet. Bei Build 2023 identifizierte Microsoft drei Anwendungsstrukturen: KI als unterstützende Präsenz neben Anwendungen, in Anwendungen integrierte KI und KI, die über mehrere Anwendungen hinweg orchestriert. Diese Flexibilität definiert die Interaktionsmodelle von Project Solara und ermöglicht eine nahtlose Kommunikation und Aufgabenausführung über alle Geräte hinweg.
Die Initiative führt mehrere Schlüsselfunktionen ein, darunter ein umfassendes Betriebssystem, die Microsoft Device Ecosystem Platform (MDEP), das sich durch seine unternehmenstaugliche Kompatibilität in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit auszeichnet. Darüber hinaus ermöglicht die Agent Shell innerhalb der Plattform das dynamische Laden mehrerer Agenten, die auf die Benutzeranforderungen zugeschnitten sind. Microsoft Intune erleichtert die Geräteverwaltung, während die biometrische Sicherheit durch die Integration von Hello for Business gewährleistet wird, wodurch der Zugriff auf sichere Dienste verbessert wird.
Zwei Gerätedesigns befinden sich bereits in der Entwicklung und Konzepterprobung: ein tragbares Badge-Konzept und ein stationäres Schreibtischkonzept. Der Ausweis ist für Mitarbeiter an vorderster Front gedacht und verfügt über einen Touchscreen, 5G-Konnektivität und Sprachassistentenfunktionen. Das Schreibtischkonzept umfasst mittlerweile eine Gesichtsauthentifizierung, ein Touchscreen-Display und dient in Verbindung mit einem externen Display als funktionierender Cloud-PC.
Die Zusammenarbeit mit den Siliziumpartnern MediaTek und Qualcomm ist für den Einsatz von Project Solara in verschiedenen Formfaktoren von zentraler Bedeutung. Dino Bekis von Qualcomm betonte das Potenzial des Projekts und erklärte: „Microsofts Project Solara ist ein wichtiger Schritt bei der Weiterentwicklung von Agent-First-Erlebnissen auf einer Vielzahl von Geräten.“
Die reale Pilotierung von Project Solara-Geräten soll bei Branchenführern wie AccuWeather, Best Buy, CVS Health und Levi’s beginnen. Microsoft 365 wird neue Agenten wie Copilot und Researcher integrieren, um die Produktivität und Benutzerunterstützung innerhalb etablierter Arbeitsabläufe zu steigern. Entwicklern wird empfohlen, Tools wie das Microsoft 365 Agents SDK zu verwenden, um Agenten für Project Solara-Geräte zu erstellen und anzupassen.
Das übergeordnete Ziel von Project Solara besteht darin, Computerinteraktionen grundlegend neu zu definieren. Indem die Initiative Agenten ermöglicht, in speziellen Kontexten zu agieren, zielt sie nicht nur darauf ab, die Produktivität zu steigern, sondern auch Innovation und Kreativität in verschiedenen beruflichen Umgebungen anzuregen. „Mit dem Rückgang der Spezialisierungskosten beschleunigt sich die Innovation“, schlussfolgerte der Projektvertreter und zeigte damit einen klaren Weg in die Zukunft des Agent-First-Computings auf.








