Das französische KI-Startup Mistral hat sich eine Fremdfinanzierung in Höhe von 830 Millionen US-Dollar gesichert, um ein Rechenzentrum mit Tausenden von Nvidia-Chips zu entwickeln.
Diese Finanzierung ist Teil der umfassenderen Strategie von Mistral, seine Infrastruktur in Europa zu verbessern und es ihm zu ermöglichen, mit führenden KI-Unternehmen wie OpenAI und Anthropic zu konkurrieren. Mistral zielt darauf ab, der wachsenden Nachfrage von Regierungen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen nach anpassbaren KI-Umgebungen gerecht zu werden.
Zu den bisherigen Investitionen von Mistral gehörte ein 1,2-Milliarden-Euro-Plan zur Einrichtung von Rechenzentren und Rechenkapazitäten in Schweden. „Die Skalierung unserer Infrastruktur in Europa ist von entscheidender Bedeutung, um unsere Kunden zu stärken und sicherzustellen, dass KI-Innovation und Autonomie im Herzen Europas bleiben“, sagte CEO Arthur Mensch.
Die Fremdfinanzierung wurde durch ein Konsortium aus sieben globalen Banken arrangiert, darunter Bpifrance, BNP Paribas, Crédit Agricole CIB, HSBC, La Banque Postale, MUFG und Natixis CIB.
Der ausgewählte Standort für das Rechenzentrum liegt in der Nähe von Paris und wird sowohl das Training der KI-Modelle von Mistral unterstützen als auch Inferenzdienste bereitstellen. Die Anlage wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 in Betrieb gehen.
Das Rechenzentrum wird 13.800 Nvidia GB300-Grafikprozessoren (GPUs) nutzen und eine Gesamtleistungskapazität von 44 MW erreichen. Mistral plant, seine Kapazität bis Ende 2027 europaweit auf 200 MW zu erweitern.
Mistral ist der am besten finanzierte Anbieter von LLM-Modellen (Large Language Model) in Europa und hat laut Dealroom insgesamt 2,9 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Diese Zahl ist deutlich niedriger als die der US-Pendants: OpenAI sammelte 180 Milliarden US-Dollar und Anthropic sicherte sich 59 Milliarden US-Dollar.
Trotz der Ungleichheit ziehen europäische KI-Startups erhebliche Investitionen an. Zu den bemerkenswerten jüngsten Finanzierungsrunden zählen die in Großbritannien ansässigen Unternehmen Nscale und Wayve, die jeweils 2 Milliarden US-Dollar und 1,2 Milliarden US-Dollar aufbringen konnten, und das französische Unternehmen AMI Labs, das sich im Jahr 2026 eine Milliarde US-Dollar sicherte.








