Mozilla hat angekündigt, dass Firefox Benutzern bald die Blockierung aller aktuellen und zukünftigen generativen KI-Funktionen ermöglichen wird. Das Update ermöglicht es Benutzern außerdem, bestimmte KI-Funktionen zu deaktivieren und andere beizubehalten.
Firefox 148, dessen Einführung für den 24. Februar geplant ist, führt einen neuen Abschnitt zur KI-Steuerung in den Einstellungen des Desktop-Browsers ein. Durch Aktivieren des Schalters „KI-Verbesserungen blockieren“ wird der Zugriff auf KI-Funktionen verhindert und Pop-ups oder Erinnerungen für vorhandene oder kommende Tools eliminiert.
Die Steuerelemente ermöglichen die individuelle Verwaltung von Funktionen wie Übersetzungen, die das Durchsuchen in einer bevorzugten Sprache ermöglichen; Alternativtextgenerierung in PDFs; KI-gestützte Tab-Gruppierung; Linkvorschauen; und der KI-Chatbot in der Seitenleiste. Der Chatbot unterstützt Dienste wie Anthropic Claude, ChatGPT, Microsoft Copilot, Google Gemini und Le Chat Mistral.
„KI verändert das Web und die Menschen wollen ganz andere Dinge davon“, erklärte Mozilla in einem Blogbeitrag. „Wir haben von vielen gehört, die nichts mit KI zu tun haben wollen. Wir haben auch von anderen gehört, die wirklich nützliche KI-Tools wollen. Das Zuhören unserer Community und unser kontinuierliches Engagement, Wahlmöglichkeiten zu bieten, haben uns dazu gebracht, KI-Steuerungen zu entwickeln.“
Die Ankündigung folgt auf Mozillas Ernennung von Anthony Enzor-DeMeo zum CEO im Dezember 2023. Enzor-DeMeo gab an, dass das Unternehmen plant, in KI zu investieren und Funktionen in Firefox zu integrieren, betonte jedoch deren optionalen Charakter. „KI sollte immer eine Wahl sein – etwas, das die Leute leicht ausschalten können. Die Leute sollten wissen, warum eine Funktion so funktioniert, wie sie funktioniert, und welchen Wert sie daraus ziehen“, schrieb er in einem Blogbeitrag.
Mozilla agiert inmitten einer zunehmenden Browserkonkurrenz. Firefox und Google Chrome dominierten über ein Jahrzehnt lang, stehen nun aber vor Herausforderungen durch Perplexity, Arc, OpenAI und Opera.
Neben neuen KI-Funktionen legt Mozilla Wert auf Transparenz und Verantwortlichkeit. CNBC berichtete letzte Woche, dass Mozilla-Präsident Mark Surman eine „Rebellenallianz“ aus Tech-Startups, Entwicklern und Technologen von öffentlichem Interesse bildet. Ziel dieser Gruppe ist es, die Vertrauenswürdigkeit der KI zu stärken und den Einfluss von Unternehmen wie OpenAI und Anthropic einzudämmen.
Mozilla beabsichtigt, etwa 1,4 Milliarden US-Dollar aus seinen Reserven zur Unterstützung von Technologieunternehmen und gemeinnützigen Organisationen bereitzustellen, einschließlich seiner eigenen Initiativen. Diese Investitionen zielen auf KI-Transparenz ab und adressieren die schnelle Expansion dominanter Akteure mit begrenzter Aufsicht.








