Elon Musk gab am Sonntag bekannt, dass die Maßnahmen von SpaceX zur Unterbindung der unbefugten Nutzung des Starlink-Satelliteninternets durch Russland funktioniert haben. „Sieht so aus, als hätten die Schritte, die wir unternommen haben, um die unbefugte Nutzung von Starlink durch Russland zu stoppen, funktioniert. Teilen Sie uns mit, ob noch mehr getan werden muss“, schrieb Musk auf
Der ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov bestätigte am 1. Februar, dass die ersten Gegenmaßnahmen „echte Ergebnisse“ gebracht hätten. Fedorov dankte Musk und nannte ihn „einen wahren Verfechter der Freiheit und einen wahren Freund des ukrainischen Volkes“. Das Ministerium kontaktierte SpaceX am 29. Januar, Stunden nachdem es russische Drohnen entdeckt hatte, die Starlink-Konnektivität über ukrainischen Städten nutzten. Beamte schlugen technische Lösungen vor und SpaceX reagierte schnell.
Serhii Beskrestnov, ein Technologieberater von Fedorov, erklärte, er könne konkrete Gegenmaßnahmen nicht öffentlich bekannt geben. Die Maßnahmen schützen militärische und zivile Infrastruktur vor Angriffsdrohnen. „Ich entschuldige mich noch einmal bei denen, die vorübergehend von den Maßnahmen betroffen sind, aber es handelt sich um sehr wichtige und notwendige Maßnahmen für die Sicherheit des Landes“, sagte Beskrestnow. Er beschrieb die Schritte als vorübergehend, die durch eine globale Lösung ersetzt werden sollten.
Ukrainische Beamte fanden Ende Januar Starlink-Terminals auf Trümmern abgeschossener russischer Drohnen, darunter die Modelle Shahed, Molniya-2 und BM-35. Beskrestnov berichtete von Beweisen für „Hunderte“ Angriffe mit mit Starlink ausgestatteten Drohnen auf zivile Gebiete. Mit Starlink konnten Betreiber die GPS- und Funksignalstörungen der Ukraine umgehen.
Am 27. Januar griff eine Starlink-fähige Shahed-Drohne einen Personenzug in der Oblast Charkiw an. Die Drohne BM-35 kann bis zu 500 km weit fliegen. SpaceX hat Geschwindigkeitsbeschränkungen eingeführt, die Terminals von Drohnen deaktivieren, die sich schneller als etwa 90 km/h bewegen. Dies betrifft Starrflügeldrohnen, ermöglicht jedoch den Einsatz langsamerer Drohnen im Quadrocopter-Stil.
Das ukrainische Militär ist für die Kommunikation auf dem Schlachtfeld und für Drohneneinsätze auf mehr als 50.000 Starlink-Terminals angewiesen. Die Sperrung des russischen Zugriffs bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der ukrainischen Nutzung stellt eine technische Herausforderung dar.








