Spotify kündigte am Donnerstag eine Reihe von Vereinbarungen mit großen Plattenfirmen zur Entwicklung neuer Produkte für künstliche Intelligenz an. Die Partnerschaften mit Sony, Universal, Warner und Merlin zielen darauf ab, „verantwortungsvolle KI“-Tools zu entwickeln. Diese Tools sollen das Urheberrecht respektieren und Künstlern die Möglichkeit geben, die Verwendung ihrer Werke in KI-Anwendungen zuzulassen.

Das Unternehmen hat die spezifischen Funktionen der neuen Tools nicht detailliert beschrieben. Spotify bietet seinen Nutzern derzeit generative KI-Erlebnisse, etwa einen KI-DJ, der eine personalisierte Musikauswahl kuratiert, und Funktionen, die es Nutzern ermöglichen, Playlists aus Textaufforderungen zu erstellen.

Diese Entwicklung folgt auf die jüngste Kritik an Spotify, nachdem die Musik einer KI-generierten Band auf der Plattform virale Popularität erlangte, was zu Diskussionen über die zukünftige Rolle menschlicher Künstler in der Musik führte.

Letzten Monat hat Spotify seine KI-Richtlinie überarbeitet, um Spam zu bekämpfen, und zielt insbesondere auf Benutzer ab, die KI-generierte Inhalte in großem Umfang hochladen, doppelte Titel erstellen oder die Such- und Empfehlungssysteme des Dienstes manipulieren. Während dieses Updates gab das Unternehmen außerdem bekannt, dass es das DDEX-Musikkennzeichnungssystem übernehmen werde, um anzuzeigen, wann KI bei der Erstellung eines Titels verwendet wurde.

Die bevorstehenden generativen KI-Funktionen passen zu diesen jüngsten Änderungen, indem sie es Künstlern ermöglichen, sich für die Nutzung der neuen Tools zu entscheiden. Das geplante System soll es Künstlern ermöglichen, zu erkennen, wann ihre Musik in KI-generierte Tracks eingearbeitet wird, und eine Vergütung zu erhalten. Spotify hat angedeutet, dass dieses System irgendwann auf andere Rechteinhaber und Vertriebshändler ausgeweitet wird.

In seiner Ankündigung äußerte Spotify seine Position zum Urheberrecht. „Einige Stimmen in der Technologiebranche sind der Meinung, dass das Urheberrecht abgeschafft werden sollte. Das tun wir nicht. Die Rechte der Musiker sind wichtig. Das Urheberrecht ist unerlässlich“, teilte das Unternehmen mit. „Wenn die Musikindustrie in diesem Moment nicht die Führung übernimmt, werden KI-gestützte Innovationen anderswo stattfinden, ohne Rechte, Zustimmung oder Entschädigung. Gemeinsam mit Rechteinhabern, Künstlern und Songwritern tätigen wir erhebliche Investitionen in KI-Forschung und Produktentwicklung.“

Darüber hinaus bestätigte Spotify, dass mit dem Aufbau eines generativen KI-Forschungslabors und eines engagierten Produktteams begonnen wurde. Dieses Team konzentriert sich auf die Entwicklung von Technologien, die das Prinzip der Künstlerwahl hinsichtlich der Teilnahme am KI-Musik-Ökosystem unterstützen. Das Unternehmen berichtet, dass die Arbeiten an den ersten Produkten bereits begonnen haben und weitere Tools für die zukünftige Entwicklung geplant sind.