Die weltweiten PC-Auslieferungen stiegen im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um etwa 3,2 Prozent auf 63,3 Millionen Einheiten, trotz Prognosen über bevorstehende Herausforderungen für die Branche.
Dieses Umsatzwachstum wurde durch vorbeugende Einkäufe im Vorfeld der erwarteten Preiserhöhungen für Speicher und den Abschluss der Windows 10-Unterstützung durch Microsoft beeinflusst. Große Hersteller von High-End-PCs, darunter Lenovo, ASUS, Apple, HP und Dell, meldeten steigende Umsätze, obwohl HP im Jahresvergleich einen Umsatzrückgang von 5 Prozent verzeichnete.
Lenovo behielt mit 26 Prozent den größten Marktanteil, während Apple einen Umsatzanstieg von 11 Prozent verzeichnete, der auf die jüngsten Updates für das MacBook Pro und MacBook Air sowie die Einführung des 600 US-Dollar teuren MacBook Neo zurückzuführen ist. Counterpoint Research erwartet aufgrund dieser Produktverbesserungen ein weiteres Umsatzwachstum für Apple im nächsten Quartal.
Trotz der positiven Verkaufsdaten äußern Analysten Bedenken hinsichtlich der allgemeinen Gesundheit der PC-Branche. Minsoo Kang, Senior Analyst bei Counterpoint, erklärte: „Die aggressive Ausweitung der Investitionen in die KI-Infrastruktur treibt die Gesamtkomponentenkosten in die Höhe, was sich wahrscheinlich auf die Preisgestaltung von CPUs und anderen Schlüsselkomponenten in PCs auswirken wird.“ Er fügte hinzu, dass diese steigenden Kosten das Marktwachstum im Jahr 2026 negativ beeinflussen könnten.
Branchenberichte deuten auf einen besorgniserregenden Trend zunehmender RAM- und Speicherknappheit hin, wobei IDC aufgrund von RAM-Preiserhöhungen einen Auslieferungsrückgang von bis zu 11,6 Prozent im Jahr 2026 prognostiziert. Die wiederkehrenden Ankündigungen von Preiserhöhungen bei Technologieprodukten, wie beispielsweise die Erhöhung dieser Woche durch Meta für seine Quest-Headsets, geben Anlass zur Sorge über den künftigen Preisdruck auf dem PC-Markt.








