Berichten zufolge schließt Ubisoft zwei Studios, Ubisoft Winnipeg und Ubisoft Belgrade, im Rahmen einer Umstrukturierung, die zu etwa 380 Entlassungen führen wird. Insider Gaming berichtete zunächst über die Schließungen, die später von Game Developer und VGC bestätigt wurden.
Ubisoft Winnipeg fungierte hauptsächlich als Support- und Technologiestudio und entwickelte die Anvil- und Snowdrop-Engines. Ubisoft Belgrad fungierte als Mitentwickler mehrerer Projekte, darunter Ghost Recon Wildlands, The Crew 2 und Skull and Bones. Nach der Umstrukturierung wird sich Ubisoft Barcelona nun ausschließlich auf die Entwicklung und Unterstützung von Rainbow Six-Projekten konzentrieren.
Die Entlassungen wurden intern kommuniziert, wobei die Mitarbeiter diese Woche im Rahmen einer Managementbesprechung informiert wurden. Darüber hinaus werden sich die Kürzungen auf das Studio von Ubisoft Montreal auswirken, insbesondere auf das Entwicklungsteam von Rainbow Six Siege und das Personal, das an Rainbow Six Siege Mobile arbeitet.
Dies markiert die dritte Entlassungsrunde für Ubisoft im Jahr 2023. Im März entließ das Unternehmen über 100 Mitarbeiter bei Red Storm Entertainment, das seitdem dazu übergegangen ist, Ubisofts Snowdrop-Engine und andere technische Abläufe zu unterstützen, anstatt eigene Spiele zu produzieren.
Anfang des Jahres schloss Ubisoft außerdem seine Studios in Halifax und Stockholm und reduzierte im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung die Belegschaft bei Ubisoft Abu Dhabi, Redlynx und Massive Entertainment. Im Oktober 2022 kündigte Ubisoft eine Investition von Tencent in Höhe von 1,16 Milliarden Euro an, die zur Gründung von Vantage Studios führte, die sich auf große Franchises wie Assassin’s Creed, Far Cry und Rainbow Six konzentrieren soll.
Ubisoft verfolgt derzeit eine Kostensenkungsinitiative, um die Teams neu zu organisieren und sich auf seine lukrativsten Franchises zu konzentrieren. Tencent hält einen Anteil von 25 Prozent an Vantage Studios, während die kreativen Verantwortlichkeiten von Christophe Derennes und Charlie Guillemot, dem Sohn von Ubisoft-CEO Yves Guillemot, geleitet werden. Berichten zufolge genießen Vantage-Teams eine größere Eigenverantwortung für ihre Projekte, was sich von Ubisofts traditionellem zentralisierten Entwicklungsansatz unterscheidet.








