Google hat einen Rechtsstreit mit einem Minderjährigen namens „R.K.C.“ beigelegt. Laut Reuters behauptete er, durch Social-Media-Plattformen Schaden erlitten zu haben. Die Bedingungen des Vergleichs sind vertraulich, wie die Anwälte des Klägers erklärt haben. „R.K.C.“ hat außerdem Klagen gegen Meta, Snap und TikTok eingereicht. Die Gerichtsverfahren für diese Fälle sollen nächsten Monat beginnen.

YouTube ist mit Tausenden ähnlicher Klagen konfrontiert, die in verschiedenen Gerichtsbarkeiten anhängig sind, was diesen Vergleich zu einem vorläufigen Indikator für zukünftige Fälle macht. Ein Google-Sprecher betonte das Engagement des Unternehmens für die Entwicklung altersgerechter Produkte und Kindersicherungen und stellte fest, dass das Problem einvernehmlich gelöst wurde.

Im ersten Prozess ging es um eine 20-jährige Frau, die als „K.G.M.“ identifiziert wurde und ebenfalls Schäden aufgrund von Social-Media-Sucht geltend machte. K.G.M. erhielt 6 Millionen US-Dollar, wobei 4,2 Millionen US-Dollar von Meta und 1,8 Millionen US-Dollar von Google kamen. YouTube will gegen dieses Urteil Berufung einlegen und geltend machen, dass seine Plattform auf verantwortungsvolles Streaming ausgelegt sei und nicht als Social-Media-Site fungiere.

Vor kalifornischen Gerichten gibt es über 3.300 Klagen im Zusammenhang mit Social-Media-Sucht. Darüber hinaus wurden 2.600 Klagen bei Bundesgerichten eingereicht, darunter Ansprüche von Einzelpersonen, Schulbezirken, Kommunen und Bundesstaaten. Das Potenzial einer erheblichen finanziellen Haftung bleibt für YouTube und andere Plattformen ein Problem, da diese Fälle andauern.

Social-Media-Unternehmen wie Meta haben die Behauptung in Frage gestellt, dass ihre Plattformen von Natur aus süchtig machen. Ein Anwalt für K.G.M. behauptete, dass die interne Kommunikation der Unternehmen eine Priorisierung des Profits gegenüber der Kindersicherheit aufzeige. Er erklärte im März: „Dies ist das erste Mal in der Geschichte, dass eine Jury Aussagen von Führungskräften gehört und interne Dokumente eingesehen hat, die unserer Meinung nach belegen, dass diese Unternehmen Profite gegenüber Kindern gewählt haben.“

Nach der Aktualisierung vom 24. Juni 2026 wurde klargestellt, dass die an K.G.M. wurde zu 70 % von Meta und zu 30 % von YouTube zugewiesen, wodurch frühere Ungenauigkeiten korrigiert wurden.


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