Zoox, im Besitz von Amazon, hat seinen Robotaxi-Dienst in Las Vegas der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und damit nach Angaben des Unternehmens einen Meilenstein für den ersten kommerziellen Betrieb eines speziell gebauten autonomen Fahrzeugs gesetzt. Diese Ankündigung folgt auf die kürzlich erfolgte behördliche Genehmigung, die es Zoox ermöglicht, seine Robotaxi-Demonstrationen auszuweiten.

In der Anfangsphase des Dienstes werden Abholungen und Rücktransfers an bestimmten Orten entlang des Las Vegas Strip angeboten, darunter Resort World Las Vegas, AREA15, Topgolf und andere Resort- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Laut Zoox wird der Service im Laufe der Zeit auf weitere Ziele ausgeweitet.

Die Robotaxis von Zoox sind ohne herkömmliche Fahrsteuerungen wie Pedale und Lenkräder konzipiert. Im Innenraum gibt es Sitzbänke, die es den Fahrgästen ermöglichen, sich gegenüberzusitzen. Die Fahrzeuge sind mit einer Reihe von Sensoren ausgestattet, darunter Kameras, Lidar und Radar, und sind so programmiert, dass sie mit Geschwindigkeiten arbeiten, die normalerweise 45 Meilen pro Stunde nicht überschreiten.

Das Unternehmen plant außerdem die Einführung eines Robotaxi-Dienstes in San Francisco und lädt derzeit Interessenten ein, sich auf eine Warteliste einzutragen. Während Zoox über Genehmigungen zum Testen selbstfahrender Fahrzeuge in San Francisco und Foster City verfügt, muss das Unternehmen in Kalifornien noch eine Genehmigung für kommerzielle Robotaxi-Einsätze erhalten. Neben Las Vegas und San Francisco führt Zoox auch Tests in Los Angeles, Seattle und Austin durch. Das Unternehmen beabsichtigt, insgesamt 50 Fahrzeuge in Las Vegas und San Francisco einzusetzen. Laut Sprecherin Marissa Wigam wird diese Zahl erhöht, um „der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden“.

In Las Vegas werden die Robotaxis von bestimmten Zonen an Partnerzielen aus operieren. Resort World und AREA15 verfügen über exklusive Zoox-Zonen mit „Zoox-Concierges“ vor Ort, die den Passagieren behilflich sind. Fahrten können über die Zoox-App angefordert werden, die Informationen wie Wartezeiten und Kfz-Kennzeichen bereitstellt und eine Feedback-Möglichkeit bietet. Eine „Hilfe“-Schaltfläche in der App und im Fahrzeug verbindet Fahrer mit Fernbedienern, um Hilfe zu erhalten.

Anfang des Jahres testete Abigail Bassett, eine Mitarbeiterin von The Verge, die Zoox-Robotaxis auf der CES und berichtete, dass die Sitze dünn und unbequem seien. Trotzdem schnitt das Robotaxi auf einer vorgegebenen Route gut ab. Der aktuelle Dienst ist etwas eingeschränkt und es wird erwartet, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein vollständig dynamischer Robotaxi-Dienst rund um die Uhr eingeführt wird.