Google hat die Einführung des neuen Entwicklerverifizierungsprozesses für Android eingeleitet und damit das Seitenladen bestimmter Apps auf der Plattform grundlegend geändert. Obwohl die meisten Benutzer die Änderungen nicht sofort bemerken werden, benötigen nicht verifizierte Apps bald einen neuen erweiterten Sideloading-Flow oder ADB für die Installation.

Dieses neue Entwicklerverifizierungssystem ist ein entscheidender Schritt in den Bemühungen von Google, das App-Ökosystem auf Android zu verbessern. Der Rollout für Entwickler beginnt jetzt, wobei benutzerseitige Änderungen voraussichtlich noch in diesem Jahr in Kraft treten werden und eine globale Expansion für 2027 geplant ist.

Ab Ende dieses Jahres wird Android überprüfen, ob eine App mit einem registrierten Entwickler verknüpft ist. Nicht registrierte Apps lösen eine Anforderung für den erweiterten Seitenladevorgang aus, der zusätzliche Schritte und eine Wartezeit erfordert, oder erfordern die Verwendung von ADB für die Installation.

Google hat einen schrittweisen Zeitplan für die Einführung skizziert, wobei ein neuer Systemdienst namens Android Developer Verifier im April 2026 auf Geräten eingeführt werden soll. Anschließend wird der erweiterte Sideloading-Prozess den Benutzern bis August 2026 zur Verfügung stehen. Die Implementierung neuer Entwicklerverifizierungsregeln wird in ausgewählten Märkten, darunter Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand, im September 2026 beginnen und vorschreiben, dass jede App für die Installation oder Aktualisierung von verifizierten Entwicklern registriert werden muss. Die weltweite Einführung dieser Anforderungen wird voraussichtlich ab 2027 erfolgen.

Laut einer internen Analyse von Google ist die Inzidenz von Malware in seitlich geladenen Apps über 90-mal höher als bei Apps, die aus dem Play Store heruntergeladen wurden. Ein wesentlicher Faktor, der zu dieser Ungleichheit beiträgt, ist die Anonymität der Entwickler, die es böswilligen Akteuren ermöglicht, schädliche Software zu verbreiten. Die Einführung der Entwicklerüberprüfung und das überarbeitete Sideloading-Protokoll sollen dieses Problem entschärfen.

Die Fortschritte im Android-Verifizierungsprozess werden als notwendig erachtet, um die App-Sicherheit zu erhöhen und die Verbreitung schädlicher Software auf der Plattform zu reduzieren. Benutzer, die den Play Store hauptsächlich zum Herunterladen von Apps nutzen, werden keine Änderungen an ihren aktuellen Installationsprozessen feststellen, insbesondere wenn Entwickler den Play-Verifizierungsprozess von Google bereits abgeschlossen haben, wodurch ihre Apps automatisch den Status „Verifiziert“ erhalten.

Google möchte den Entwicklern ausreichend Zeit geben, den Verifizierungsprozess abzuschließen, bevor die benutzerseitigen Änderungen durchgesetzt werden, um einen reibungsloseren Übergang zu einem sichereren App-Ökosystem zu gewährleisten.


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