Die Europäische Union hat im Rahmen ihres 21. Sanktionspakets gegen Russland vorgeschlagen, Transaktionen auf 11 Krypto-Plattformen zu verbieten. Kaja Kallas, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, kündigte Maßnahmen an, die unter anderem auch auf Banken, Waffenhersteller und Ölhändler abzielen. Kallas erklärte in einem Beitrag auf

Der Vorschlag zielt darauf ab, die EU-Sanktionen über russische Banken und Energieeinnahmen hinaus auf Kryptofirmen auszuweiten, die angeblich Moskau bei der Umgehung von Beschränkungen im Zusammenhang mit seinem Krieg in der Ukraine unterstützen. Die Namen der elf Ziel-Kryptoplattformen gab die Kommission jedoch nicht bekannt.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, erwähnte, dass das Paket Verbote für 31 weitere russische Banken und 20 Unternehmen aus Drittländern umfasst, darunter Banken, Kryptoplattformen und Ölhändler. Von der Leyen wies darauf hin, dass diese Ziele Sanktionen gegen russische Einzelpersonen gedient oder dazu beigetragen hätten, EU-Maßnahmen zu umgehen.

Dieser EU-Vorschlag folgt den Sanktionen des Vereinigten Königreichs vom 26. Mai gegen Huobi Global S.A., die Muttergesellschaft von HTX, wegen angeblicher Unterstützung von mit Russland verbundenen Finanznetzwerken. Die britischen Behörden führten begründeten Verdacht an, dass HTX Dienstleistungen für die sanktionierten Unternehmen A7 Limited Liability Company und Garantex vermittelte, die beide mit der russischen Regierung verbunden sind.

HTX hat diese Vorwürfe zurückgewiesen und behauptet, dass das sanktionierte Unternehmen getrennt von der Börse operiere. Einem Bericht zufolge verarbeitete HTX zwischen 2021 und Mai 2026 etwa 21,06 Milliarden US-Dollar an risikoreichen Kryptoströmen, wobei mindestens 7,64 Milliarden US-Dollar mit risikoreichen russischen Unternehmen und Darknet-Märkten verbunden waren.

Die britischen Sanktionen wurden von Blockchain-Forschern kritisiert. Sie warnten davor, dass die Verhängung weitreichender Sanktionen sich negativ auf legitime Nutzer auswirken und die Wirksamkeit von Compliance-Tools zur Rückverfolgung illegaler Gelder untergraben könnte.


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