Führungskräfte von Disney prüfen die Möglichkeit, Disney+ mit anderen Anwendungen wie Disneyland Resort und Disney Cruise Line Navigator zusammenzuführen, um eine konsolidierte App zu erstellen, die laut einem Bericht von Bloomberg intern als „Super-App“ bezeichnet wird. Berichten zufolge befinden sich diese Gespräche noch im Anfangsstadium.

Josh D’Amaro, CEO von Disney, der Anfang des Jahres die Nachfolge von Bob Iger angetreten hat, möchte im Rahmen einer umfassenderen Strategie den Zusammenhalt zwischen Disney+ und den Disney-Parks stärken. „Disney+ wird zur primären Beziehung zwischen Disney und seinen Fans, zum Ort, an dem alles zusammenkommt“, sagte D’Amaro diese Woche bei Disneys vierteljährlicher Gewinnmitteilung.

Diese Initiative ähnelt Elon Musks Ziel, X in eine „Alles-App“ zu verwandeln, ähnlich wie Chinas WeChat. Doch im Gegensatz zu Musks Vision, die darauf abzielt, ein breites Spektrum an Funktionalitäten wie Zahlungen und Messaging zu integrieren, konzentriert sich Disneys Plan speziell auf die Vereinheitlichung seiner mobilen Plattformen.

Analysten gehen davon aus, dass D’Amaros Ziel darin bestehen könnte, das Interesse der Besucher an Disney-Parks durch die Nutzung der bestehenden Disney+-Abonnentenbasis zu steigern. Insbesondere gibt es einen Unterschied zwischen Disney+-Abonnenten und Besuchern von Disney-Parks, was Bedenken hinsichtlich möglicher Komplikationen aufkommen lässt, wenn die kombinierte App Werbung für Kreuzfahrten enthält.

Es bestehen weiterhin Bedenken, dass die Zusammenführung von Funktionalitäten zu einem unübersichtlichen Benutzererlebnis führen könnte, insbesondere wenn die Disney+-Integration Werbeinhalte umfasst, die die Hauptfunktion des Streaming-Dienstes beeinträchtigen könnten.


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