Die Europäische Kommission bestätigte einen Cyberangriff auf ihre Cloud-Infrastruktur, auf der die Plattform Europea.eu gehostet wird. Der Bedrohungsakteur hat auf über 350 GB Daten zugegriffen, bevor die Kommission den Angriff eindämmen konnte.

Der Verstoß gibt Anlass zu Bedenken hinsichtlich der Sicherheit sensibler Informationen im Besitz der Kommission. Die Europäische Kommission gab an, dass sie möglicherweise von dem Vorfall betroffene Stellen in der Union benachrichtigt. Es wurden noch keine Details darüber bekannt gegeben, wie die Cloud-Infrastruktur kompromittiert wurde.

Laufende Untersuchungen deuten darauf hin, dass Daten von Europa-Websites und Mitarbeiterinformationen entnommen wurden. Der Angriff wurde über eines der Amazon Web Services-Konten der Kommission durchgeführt. Dieser Vorfall folgt auf einen ähnlichen Verstoß, der im Februar bekannt wurde und auch Mitarbeiterdaten betraf.

Beide Vorfälle scheinen weniger schwerwiegend zu sein als der Salt Typhoon-Hack, der US-Telekommunikationsunternehmen im Jahr 2024 betraf. Bei diesem großen Verstoß wurde Berichten zufolge auf Daten von Smartphones von Mitgliedern der Trump- und Harris-Kampagnen sowie anderen Regierungsbeamten zugegriffen.

Als Reaktion auf die anhaltenden Cybersicherheitsbedrohungen hat die Europäische Kommission im Januar 2026 ein neues Cybersicherheitspaket eingeführt. Dieses Paket zielt darauf ab, die Abwehrmaßnahmen zu stärken und Protokolle für EU-Staaten einzurichten, um Risiken von Unternehmen innerhalb ihrer Telekommunikationslieferketten zu bewältigen.


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