Laut einem Bericht des Wall Street Journal befindet sich Google in Verhandlungen mit SpaceX über eine Zusammenarbeit bei orbitalen Rechenzentren im Weltraum. Ein möglicher Deal würde eine Partnerschaft zwischen den beiden konkurrierenden Unternehmen bedeuten.

Das Projekt Suncatcher, das darauf abzielt, die Machbarkeit weltraumgestützter Datenzentren zu untersuchen, wurde von Google im November 2022 angekündigt. Im Gegensatz dazu wurde der Plan von SpaceX, 1 Million Orbitaldatensatelliten zu starten, im Februar 2023 von CEO Elon Musk enthüllt. Das Journal stellte fest, dass Google im Rahmen dieses Projekts auch mit anderen Raketenstartunternehmen zusammenarbeitet.

Google arbeitet derzeit mit Planet Labs zusammen, um die für die Weltrauminitiative vorgesehenen Satelliten zu entwerfen und zu bauen. Sowohl Sundar Pichai, CEO von Google, als auch Musk haben vorgeschlagen, dass orbitale Rechenzentren innerhalb eines Jahrzehnts zur Standardmethode für die Einrichtung von Rechenzentren werden werden. In einem Interview mit Fox News erklärte Pichai: „Für mich besteht kein Zweifel daran, dass wir es in etwa einem Jahrzehnt als einen normaleren Weg zum Bau von Rechenzentren betrachten werden.“

Musk gab an, dass Satelliten innerhalb von drei Jahren wahrscheinlich die kostengünstigste Möglichkeit sein werden, KI-Rechenleistung zu erzeugen. Experten haben jedoch Bedenken hinsichtlich der Machbarkeit einer groß angelegten KI-Inferenz im Weltraum geäußert. Sie wiesen darauf hin, dass in Satelliten verbaute GPUs kosmischer Strahlung ausgesetzt wären, die ihre Leistung beeinträchtigen könnte. Darüber hinaus wäre die Kühlung dieser GPUs im Weltraum eine Herausforderung, da die Wärmeableitung im nahezu Vakuum schwierig ist.

Schließlich könnte der Einsatz von Millionen von Satelliten in einer erdnahen Umlaufbahn negative Folgen für die Atmosphäre des Planeten haben und den sicheren Betrieb von Raumfahrzeugen gefährden.


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