Ab dem 22. Juli wird Google App-Stores von Drittanbietern den Zugriff auf seinen Android-App-Katalog in den USA gestatten. Das Unternehmen hat eine spezielle Seite mit Einzelheiten zum Play Catalog Access Program gestartet, das es externen US-amerikanischen Android-App-Stores ermöglicht, bei Google eingereichte Apps und Spiele zu präsentieren.

App-Downloads über diese Drittanbieter-Stores werden weiterhin über Google Play abgewickelt. Darüber hinaus fallen für Apps, die über externe Plattformen heruntergeladen werden, die Servicegebühren von Google an. Dieser Schritt ist Teil der Einhaltung einer gerichtlichen Anordnung durch Google, die sich aus dem Rechtsstreit mit Epic Games ergibt.

Google und Epic haben im November 2025 eine Einigung erzielt, die ein früheres Urteil des US-Bezirksrichters James Donato modifiziert. Dies folgte auf eine Ankündigung im März, in der Pläne für ein „Registered App Stores“-Programm enthüllt wurden, das das Sideloading für registrierte Stores erleichtern soll. Dieser Plan wurde jedoch inzwischen verworfen.

Am 16. Juli 2025 beschlossen Google und Epic, ihren geänderten Vergleich zurückzuziehen und weitere rechtliche Schritte einzustellen. Im Rahmen des neuen Zugangsprogramms können Drittanbieter-Stores direkt von Google Play heruntergeladen werden. Google-Sprecher Dan Jackson erklärte: „Wir haben mit Epic vereinbart, unseren Antrag auf Änderung der einstweiligen Verfügung des US-Gerichts zurückzuziehen, anstatt diesen Prozess zu verlängern, was zu Unsicherheit für das Ökosystem führt.“

Für App-Stores von Drittanbietern wird eine Servicegebühr von 5.000 US-Dollar für Sicherheitsüberprüfungen während des Onboardings und eine jährliche Gebühr von 5.000 US-Dollar für die Aufrechterhaltung des Zugriffs auf den App-Katalog von Google erhoben. Diese Stores müssen sich an Benutzer in den USA richten und dürfen keine Apps an Benutzer außerhalb des Landes vertreiben. Darüber hinaus hat Google im Rahmen der Einigung mit Epic Games den Play Store für alternative Abrechnungsmöglichkeiten geöffnet und seine Transaktionsprovision von 30 % auf 10 % gesenkt.

Entwickler haben nun die Möglichkeit, alternative Zahlungslösungen anzubieten oder Benutzer für Transaktionen innerhalb ihrer App-Einträge auf ihre eigenen Websites zu leiten.


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