Die Kosten für PC-Komponenten steigen aufgrund der hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur stark an, wobei die RAM-Preise besonders stark steigen. HP berichtete, dass Arbeitsspeicher mittlerweile 35 % der gesamten Stückliste eines PCs ausmacht, ein deutlicher Anstieg von 15 % auf 18 % im Vorquartal.

CFO Karen Parkhill gab diese Zahlen während der jüngsten Telefonkonferenz von HP bekannt. Sie bestätigte, dass das Unternehmen plant, diese steigenden Kosten durch Preiserhöhungen auszugleichen. „Wir haben im letzten Quartal mitgeteilt, dass die Arbeitsspeicher- und Speicherkosten etwa 15 bis 18 Prozent unserer PC-Stückliste ausmachen, und wir schätzen derzeit, dass dieser Wert für das Jahr bei etwa 35 Prozent liegt“, sagte Parkhill. Samsung hat ähnliche Warnungen vor möglichen Preiserhöhungen herausgegeben, die durch KI-bedingte Speicherknappheit verursacht werden.

HP unternimmt Maßnahmen, um die Lieferengpässe abzumildern. Interims-CEO Bruce Broussard erklärte, dass er zwar davon ausgeht, dass sich der „Markt mit der Zeit rationalisieren wird“, das Unternehmen jedoch aktiv neue Lieferanten hinzufügt und seine Beschaffung kostengünstigerer Speicheroptionen ausweitet. „Wir glauben, dass sich der Markt mit der Zeit rationalisieren wird“, sagte Broussard und verwies auf die Bemühungen des Unternehmens, seine Lieferkette zu diversifizieren.

Trotz der steigenden Kosten verzeichnet HP eine starke Nachfrage nach KI-fähigen Computern. Das Unternehmen berichtete, dass mittlerweile 35 % seiner PC-Verkäufe auf KI-PCs entfallen. Dieser positive Trend für HP steht im Gegensatz zu Aussagen von Dell, die kürzlich darauf hindeuteten, dass Verbraucher KI-PCs weitgehend gleichgültig gegenüberstehen. Die Branche sieht gemischte Signale hinsichtlich der Nachfrage der Verbraucher nach diesen neuen Geräten.

Der breitere Halbleitermarkt steht unter ähnlichem Druck. Der Speicherhersteller Micron hat seine Verbrauchermarken eingestellt, um sich ausschließlich auf die B2B-Speicherversorgung zu konzentrieren. Darüber hinaus sind auch andere kritische Komponenten, darunter GPUs, mit Lieferengpässen konfrontiert, die durch den boomenden KI-Sektor verursacht werden.


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