Meta verbietet Allzweck-Chatbots von WhatsApp nach einer Änderung der Geschäftsbedingungen der WhatsApp Business API. Das Verbot soll am 15. Januar 2026 in Kraft treten. Nach diesem Datum wird Meta AI, das im August 2024 eingeführt wurde, der einzige Allzweck-Chatbot sein, der auf der Messaging-Plattform verfügbar ist.
Die Richtlinienänderung wirkt sich auf mehrere Drittanbieterdienste aus, die in WhatsApp integriert sind. Dazu gehören der WhatsApp-Client für ChatGPT, der im Dezember 2024 eingeführt wurde, und ein ähnliches Tool der KI-Suchmaschine Perplexity, das im April gestartet ist. Auch andere Produkte, etwa der auf Lateinamerika fokussierte Chatbot Luzia, sind von der neuen Regelung betroffen.
Gemäß den aktualisierten Bedingungen ist „großen Sprachmodellen, generativen Plattformen für künstliche Intelligenz, Allzweck-Assistenten für künstliche Intelligenz oder ähnlichen Technologien“ die Nutzung der WhatsApp Business Solution untersagt, wenn sie die Hauptfunktionalität des Dienstes darstellen. Diese Einschränkung zielt auf Dienste ab, bei denen der KI-Assistent das Hauptmerkmal und kein Nebenmerkmal ist.
Unternehmen können jedoch weiterhin ihre eigenen verbraucherorientierten Chatbots für bestimmte Aufgaben verwenden, beispielsweise für die Verwaltung ihrer Bestellungen in einem lokalen Restaurant. Unternehmen können die über WhatsApp gesammelten Daten auch weiterhin für KI-Schulungen nutzen, auch wenn direkte Benutzerchats mit Allzweck-KI-Bots blockiert werden.
Meta erklärte, dass es Anwendungsfälle verbietet, die außerhalb des „beabsichtigten Designs und strategischen Fokus“ der API liegen. Das Unternehmen fügte hinzu, dass Chatbots von Drittanbietern eine Belastung für seine Systeme und Supportteams darstellten. Der Schritt erfolgt, nachdem Mark Zuckerberg, CEO von Meta, im Mai bekannt gab, dass die KI-Tools des Unternehmens eine Milliarde monatliche Nutzer erreicht haben.








