PCI-SIG gab bekannt, dass es seinen Mitgliedern die Version 0.3 der PCIe 8.0-Spezifikation zur Verfügung gestellt hat, in der die Ziele für den Standard der nächsten Generation detailliert dargelegt werden. Die Technologie wird für zukünftige datenintensive Arbeitslasten entwickelt, darunter künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Hochgeschwindigkeitsnetzwerke, Edge Computing und Quantencomputing. Es ist nicht für unmittelbare Verbraucher- oder Gaming-Anwendungen gedacht, da die aktuellen PCIe 4.0- und PCIe 5.0-Standards für diese Anwendungsfälle weiterhin ausreichend sind.

Die PCIe 8.0-Spezifikation ist darauf ausgelegt, eine Rohbitrate von 256,0 GT/s zu liefern und bis zu 1,0 TB/s bidirektionale Bandbreite in einer x16-Konfiguration zu unterstützen. Der Standard wird weiterhin die Pulse Amplitude Modulation 4-Level (PAM4)-Signalisierung verwenden, eine Technologie, die auch in den PCIe 6.0- und 7.0-Spezifikationen implementiert ist. Die endgültige Version der PCIe 8.0-Spezifikation soll bis 2028 fertiggestellt sein.

Zu den wichtigsten Entwicklungszielen gehören das Erreichen spezifischer Latenzreduzierungen und die Leistung der Forward Error Correction (FEC). Die Gruppe prüft außerdem neue Verbindungstechnologien, um höhere Geschwindigkeiten zu ermöglichen, und bestätigt, dass die Zuverlässigkeitsziele erreicht werden. Die Spezifikation gewährleistet die Abwärtskompatibilität mit allen vorherigen PCIe-Generationen. Darüber hinaus konzentriert sich die Entwicklung auf die Erstellung von Protokollerweiterungen zur Verbesserung der Bandbreiteneffizienz und die Implementierung von Techniken zur Reduzierung des Stromverbrauchs.

Zum Vergleich: Aktuelle Gen4-SSDs der Consumer-Klasse bieten Geschwindigkeiten von über 7 GB/Sek. und Gen5-SSDs liefern mehr als 14 GB/Sek. Diese Geschwindigkeiten übertreffen bereits die Anforderungen für typische Spiele und allgemeine Benutzeraufgaben. Die neuesten Grafikkarten sättigen die verfügbare Bandbreite der vorhandenen PCIe 5.0-Steckplätze nicht vollständig aus.