Sam Altman, CEO von OpenAI, erklärte, er habe die Sora-Video-App eingestellt, um die Entwicklung von Engagement-Funktionen zu vermeiden, die sie kommerziell hätten rentabel machen können. Altmans Äußerungen kamen während eines Interviews im Mostly Human-Podcast und waren seine ersten seit Soras plötzlicher Schließung.
OpenAI kündigte die Einstellung von Sora am 24. März 2024 an. Durch die Entscheidung wurde ein 1-Milliarden-Dollar-Deal mit Walt Disney Co. beendet, der im Dezember 2023 angekündigt wurde und Sora-Nutzern Zugang zu über 200 Disney-Franchises, darunter Marvel und Star Wars, ermöglicht hätte. Laut einer Untersuchung des Wall Street Journal wurde Disney weniger als eine Stunde vor der Veröffentlichung über die Schließung von Sora informiert.
Altman lieferte eine andere Perspektive auf die Situation als die primär finanzielle Darstellung und erklärte, dass Sora Verluste von etwa 1 Million US-Dollar pro Tag erleide und dass seine Nutzerbasis von etwa einer Million auf weniger als 500.000 gesunken sei. Er betonte, dass er sich nicht auf die Entwicklung süchtig machender Designelemente einlassen werde.
Diese Zurückhaltung bei der Entwicklung süchtig machender Funktionen fiel mit einem kürzlich in Los Angeles ergangenen Geschworenenurteil zusammen, in dem Meta und YouTube für durch ihre Plattformen verursachte Schäden haftbar gemacht wurden. Die Jury sprach Schadensersatz in Höhe von 6 Millionen US-Dollar zu und bezeichnete die Designpraktiken der Unternehmen als schädlich.
Während des Interviews bestätigte Altman, dass OpenAI einen internen Vorschlag zur Integration der Sora-Funktionen in ChatGPT abgelehnt habe. Er wies darauf hin, dass die Schließung von Sora Teil einer umfassenderen strategischen Neuausrichtung des Unternehmens sei, die die Neuausrichtung der Ressourcen auf Codierungstools und Unternehmenskunden vorsehe.
Sora wird am 26. April 2024 offline genommen, die Entwickler-API soll am 24. September 2024 abgeschaltet werden. OpenAI plant, die zuvor für die Entwicklung von Sora bereitgestellten Ressourcen auf Weltsimulationsmodelle für die Weiterentwicklung der Robotik umzuleiten.







