Samsung plant, die Preise für seine DRAM- und NAND-Flash-Speicher im vierten Quartal des Jahres zu erhöhen, nachdem SanDisk und Micron ähnliche Schritte unternommen haben. Laut einem Bericht der südkoreanischen Zeitschrift New Daily hat Samsung seine Partner über die bevorstehenden Preisanpassungen informiert. Vor einigen Wochen erhöhte SanDisk die NAND-Flash-Preise um mehr als 10 Prozent. Anfang des Monats erhöhte Micron seine Preise sowohl für DRAM als auch für NAND um 20 bis 30 Prozent.
Durch die geplanten Erhöhungen von Samsung werden die Preise für LPDDR4X-, LPDDR5- und LPDDR5X-Speicher um 15 bis 30 Prozent steigen. Das Unternehmen wird außerdem die Preise für NAND-basierte Speicher wie eMMC und UFS um 5 bis 10 Prozent erhöhen. Im zweiten Quartal dieses Jahres hielt Samsung 32,7 Prozent des globalen DRAM-Marktes und 32,9 Prozent des NAND-Flash-Marktes.
Die Preissteigerungen sind auf die steigende Nachfrage aus mehreren Sektoren zurückzuführen. Es wird erwartet, dass Weihnachtseinkäufe die Nachfrage nach Smartphones, Tablets und High-End-PCs ankurbeln. Ein weiterer Faktor ist der wachsende Bedarf an stromsparendem Hochleistungsspeicher von KI-Hardwareherstellern wie Nvidia für ihre Premiumprodukte. In dem Bericht zitierte Branchenquellen geben an, dass weitere Preiserhöhungen „unvermeidlich“ seien.
Analysten prognostizieren einen Mangel an Arbeitsspeicher. Die Citigroup schätzt, dass die DRAM-Produktion um 1,8 Prozent hinter der weltweiten Nachfrage zurückbleiben wird, während die NAND-Produktion um 4 Prozent unter der Nachfrage liegen wird. Morgan Stanley prognostiziert, dass das NAND-Angebot im nächsten Jahr bis zu 8 Prozent unter der Nachfrage liegen könnte.
Speicherhersteller haben ihren Produktionsschwerpunkt auf DDR5- und HBM-Produkte der nächsten Generation verlagert, was zu einem starken Rückgang der Produktion älterer DDR4- und LPDDR4X-Chips geführt hat. Dieser Rückgang des Angebots führte dazu, dass der durchschnittliche monatliche Preis von DDR4 im Juli um 50 Prozent stieg und es damit teurer als DDR5 wurde.
Samsung hatte ursprünglich geplant, die Produktion von DDR4- und LPDDR4X-RAM bis Juni 2025 einzustellen. Aufgrund der unerwartet starken Nachfrage machte das Unternehmen diese Entscheidung jedoch rückgängig. Während die Preiserhöhungen bei großen Herstellern als positive Entwicklung für die Rentabilität der Branche angesehen werden, wird erwartet, dass sie negative finanzielle Auswirkungen auf Enthusiasten und DIY-PC-Hersteller haben.








