Apple hat das israelische Startup Q.ai für fast 2 Milliarden US-Dollar übernommen und stellt damit den zweitgrößten Deal nach dem 3-Milliarden-Dollar-Kauf von Beats Electronics im Jahr 2014 dar. Die Übernahme verschärft den Wettbewerb mit Meta und Google im KI-Bereich, wo alle drei Unternehmen ihren Fokus auf Hardware verlagert haben.
Q.ai ist auf Bildgebungs- und maschinelle Lerntechnologien spezialisiert, die es Geräten ermöglichen, geflüsterte Sprache zu interpretieren und die Audioqualität in lauten Umgebungen zu verbessern. Apple plant, diese Funktionen zu integrieren und baut dabei auf den jüngsten KI-Verbesserungen seiner AirPods auf, beispielsweise der im letzten Jahr eingeführten Live-Übersetzungsfunktion. Das Unternehmen hat außerdem eine Technologie zur Erkennung subtiler Gesichtsmuskelaktivitäten entwickelt und damit möglicherweise sein Vision Pro-Headset verbessert.
Dies ist das zweite Mal, dass Q.ai-CEO Aviad Maizels ein Unternehmen an Apple verkauft. Im Jahr 2013 verkaufte er PrimeSense, ein 3D-Sensorunternehmen, das Apple bei der Umstellung von Fingerabdrucksensoren auf Gesichtserkennung auf iPhones unterstützte.
Q.ai wurde 2022 gegründet und erhielt Unterstützung von Investoren wie Kleiner Perkins und Gradient Ventures. Das Gründungsteam – Aviad Maizels, Yonatan Wexler und Avi Barliya – wird nach dem Deal zu Apple wechseln.
Die Ankündigung erfolgte einige Stunden vor Apples erstem vierteljährlichen Gewinnbericht. Analysten prognostizieren einen Umsatz von rund 138 Milliarden US-Dollar, wobei die iPhone-Verkäufe voraussichtlich das stärkste Wachstum seit vier Jahren verzeichnen werden.








