Das Europäische Parlament wird mit Wirkung zum 4. Juni die Verwendung von Google als Standardsuchmaschine auf internen Computern einstellen. Bei Suchanfragen über die Adressleiste von Firefox und Edge wird standardmäßig die französische Suchmaschine Quant verwendet, obwohl die Mitarbeiter weiterhin die Möglichkeit haben, andere Suchmaschinen zu verwenden oder Standardeinstellungen anzupassen.

Diese Entscheidung untermauert das Engagement des Parlaments für digitale Souveränität und den Schutz von Nutzerdaten, wie es in einer E-Mail an die Mitarbeiter heißt. In der E-Mail wurde Quant als „datenschutzorientierte europäische Suchmaschine“ bezeichnet.

Die Umstellung auf Quant stellt eine umfassendere Anstrengung der Europäischen Union dar, die Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu verringern. Am 3. Juni soll ein Souveränitätspaket der Europäischen Kommission vorgestellt werden, das die technologische Autonomie der EU stärken soll.

Frankreich war bei dieser Initiative proaktiv und plante die Umstellung von Regierungsarbeitsplätzen von Windows auf Linux. Das Land wird außerdem Zoom und Microsoft Teams durch die französische Videokonferenzalternative Visio ersetzen.

Die Abkehr von Google geht mit einem steigenden Interesse an anderen Alternativen wie DuckDuckGo einher. Das Unternehmen meldete nach der Ankündigung bevorstehender Änderungen durch Google ein deutliches Wachstum bei den App-Installationen und gab an, am 1. Juni einen Rekord für den eintägigen Suchverkehr aufgestellt zu haben.


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