Meta wird es KI-Chatbot-Anbietern ermöglichen, über seine Business-API in den nächsten 12 Monaten Dienste auf WhatsApp in Europa anzubieten.

Ziel der Kehrtwende ist es, eine umfassende Kartelluntersuchung der Europäischen Kommission abzuwenden. Meta hatte zuvor Drittanbieter von künstlicher Intelligenz von der WhatsApp Business API ausgeschlossen, was zu einer behördlichen Prüfung in der EU, Italien und Brasilien führte. Der kostenpflichtige Zugang könnte sich auf die Betriebskosten konkurrierender KI-Entwickler auswirken.

Meta erhebt je nach Land Gebühren zwischen 0,0490 und 0,1323 Euro pro „Nicht-Vorlagen-Nachricht“. Das Unternehmen gab an, dass dadurch die Notwendigkeit eines sofortigen Eingreifens der Aufsichtsbehörden entfällt. Meta glaubt, dass dies der Europäischen Kommission Zeit gibt, ihre Untersuchung abzuschließen.

Die Europäische Kommission analysiert derzeit die Auswirkungen dieser Änderungen auf ihre einstweiligen Maßnahmen und umfassenderen Kartelluntersuchungen. Ein Sprecher der Kommission bestätigte die Analyse in einer per E-Mail versandten Erklärung. Die Kommission hatte Meta zuvor mitgeteilt, dass sie beabsichtige, einstweilige Maßnahmen zu ergreifen, um die Umsetzung der Politik zu stoppen.

Meta kündigte die ursprüngliche Richtlinienänderung im Oktober an, die am 15. Januar in Kraft trat. Die Umsetzung löste Beschwerden von Anbietern von KI-Assistenten über Geschäftsstörungen und wettbewerbswidriges Verhalten aus. Regulierungsbehörden wie die EU, Italien und Brasilien leiteten Untersuchungen ein und stellten fest, dass Meta seinen eigenen KI-Chatbot, Meta AI, auf der Plattform anbietet.

Die Richtlinie gilt nicht für Unternehmen, die KI nutzen, um Kunden über Nachrichtenvorlagen zu bedienen. Nur bestimmten KI-Chatbots wie ChatGPT, Claude oder Poke ist der API-Zugriff untersagt. WhatsApp hatte zuvor argumentiert, dass KI-Chatbots Systeme auf eine Art und Weise belasten, für deren Unterstützung die Business API nicht ausgelegt war.

Meta erlaubte Entwicklern bereits im Januar, Chatbots über seine API in Italien anzubieten. Das Unternehmen gab an, dass der KI-Bereich hart umkämpft sei und Benutzer über App-Stores und Suchmaschinen Zugriff auf Dienste hätten. Meta teilte TechCrunch zuvor mit, dass Benutzer über Partnerschaftsintegrationen und Betriebssysteme Zugriff auf Dienste haben.


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