Gamer und Modder nutzen AMD-Dateien, die versehentlich durchgesickert sind, um FidelityFX Super Resolution (FSR) 4 auf älterer Hardware zu aktivieren. Durch die Experimente ist es gelungen, die neueste Upscaling-Technologie auf RDNA 2-Grafikkarten der RX 6000-Generation funktionsfähig zu machen, einer Serie, für die sie nicht konzipiert wurde. Während diese inoffizielle Implementierung zu einem Leistungsabfall bei den älteren Karten führt, bietet sie eine deutliche Verbesserung der Bildqualität.

AMDs FSR4 ist das neueste dynamische, KI-gestützte Upscaling-Modell des Unternehmens. Frühere FSR-Generationen waren für ihre umfassende Kompatibilität mit AMD-, Nvidia- und Intel-GPUs bekannt. Im Gegensatz dazu ist FSR4 exklusiv für AMDs neueste RDNA 4-GPUs in der kommenden RX 9000-Serie konzipiert. Dazu gehören GPUs wie die RX 9060 XT, auch wenn High-End-Karten der letzten Generation wie die RX 7900 XT und RX 7900 XTX leistungsstarke Optionen für die Rohrasterisierung bleiben.

Nach dem Dateileck haben Modder die Technologie auf verschiedener Hardware getestet. Laut ComputerBase läuft FSR4 gut auf Karten der RX 7000-Serie, mit besserer Leistung auf leistungsstärkeren Modellen. Für die ältere RDNA 2-Architektur berichtete VideoCardz über einen Modder, der FSR4 auf einer RX 6800 XT im Spiel Stellar Blade ausführt. Der Test zeigte einen Leistungsabfall von ca. 10-20 %. Allerdings wurde die visuelle Ausgabe als „viel hübscher“ beschrieben als bei anderen Upscaling-Modellen wie XeSS. Die Modder meinten, dass sich der Kompromiss vor allem bei Spielen lohnt, die bereits Bildraten um die 100fps erreichen.

Der Leistungsabfall bei älteren Karten ist auf das Fehlen von Wavefront Matrix Multiple Accumulation (WMMA)-Beschleunigern zurückzuführen. Diese Hardwarekomponenten sind nur auf den neuen RX 9000-GPUs von AMD vorhanden. Auf unterstützter Hardware mit WMMA wird FSR4 voraussichtlich nur einen geringfügigen Leistungseinbruch von einigen Prozent verursachen. Um die Änderung zum Laufen zu bringen, mussten Benutzer einen älteren AMD Radeon-Treiber, Version 23.9.1, ausführen. Es wurde bestätigt, dass der Mod sowohl auf Linux- als auch auf Windows-Betriebssystemen funktioniert.

Die Exklusivität von FSR4 markiert einen Wandel von AMDs bisherigem Open-Source-Ansatz hin zu seiner Upscaling-Technologie. Es gibt Diskussionen darüber, ob AMD diese erweiterte Kompatibilität offiziell machen wird. Einige Berichte erwähnen ein mögliches zukünftiges Redstone-Treiber-Update, das die Unterstützung erweitern könnte, insbesondere da inoffizielle Mods gezeigt haben, dass die Technologie auf älterer Hardware funktionieren kann.