Moonshot AI hat am 19. Juli neue Verbraucherabonnements für sein Modell Kimi K3 ausgesetzt, da die Nachfrage der Benutzer überwältigend war und die GPU-Rechenkapazität belastete. „Um das Erlebnis bestehender Abonnenten zu schützen, pausieren wir vorübergehend neue Abonnements und priorisieren die Rechenleistung für aktuelle Mitglieder“, erklärte das Unternehmen auf

Kimi K3 wurde am 16. Juli eingeführt und verfügt über ein 2,8 Billionen Parameter umfassendes Expertenmodell mit einem Kontextfenster von einer Million Token und nativen Vision-Funktionen. Es gilt als das größte verfügbare offene KI-Modell und übertrifft die 1,6 Billionen Parameter von DeepSeek V4. Das anfängliche Benutzeranfragevolumen nach dem Start übertraf die Erwartungen und führte zur Aussetzung neuer Abonnements.

Zusätzlich zum Stopp neuer Anmeldungen kündigte Moonshot AI eine Umstrukturierung seines Mitgliedersystems an. Es werden die „Kimi-Mitgliedschaft“ für den allgemeinen Gebrauch und die „Kimi-Code-Mitgliedschaft“ eingeführt, die auf Programmierworkflows zur Optimierung der Ressourcenzuweisung abzielt.

Kimi K3 hat durch seine konkurrenzfähige Leistung im Vergleich zu großen US-Modellen Aufmerksamkeit erregt. Bei den Gesamtleistungsbenchmarks liegt K3 dicht hinter Claude Fable 5 von Anthropic und GPT-5.6 Sol von OpenAI, während K3 diese Modelle bei bestimmten Aufgaben wie Front-End-Codierung und Arbeit mit langen Kontexten übertraf. Es erhielt einen Wert von 57 auf dem Intelligence Index von Artificial Analysis und lag damit hinter Fable mit 60 und Sol mit 59.

Der API-Preis für Kimi K3 beträgt 3 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 15 US-Dollar pro Million Output-Tokens und entspricht damit den Preisen von Anthropic, ist aber deutlich höher als bei anderen chinesischen KI-Diensten. Die vollständigen Modellgewichte sollen bis zum 27. Juli als Open-Source-Version veröffentlicht werden, was den Nachfragedruck auf die Infrastruktur von Moonshot AI verringern könnte.


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